Band 
Zweyter Theil.
JPEG-Download
 

20 Z 7 Io

von Majores Jacobus, dem sie aberl;7s. den Kopf abschlagen ließ,weit er eine Beyschläferinn gehal-ten. Hierauf vermählte sie sich an«inen beuischen Priazen, Otto vonBraunschweiq, und let le gut mitihm Allein Carl von Ourazzo,des König« in Ungan Fcl- Herr,schlug ihn und nahm ihn gefangen.Johanna mußte sich gleiches erge.den, und wurde i;8r. nach einiaengehenkt, nach andern aber erstickt.Es fehlt nicht an Schriftstellern, dieihr grosse Lobsprüche beylegen; esist aber schwer, sie zu entlchuldi»gen.

Johanna II. Königinn von Neapel,aus eben demselben Geschi.cht alsdie vorige, war Herzogs CarlsvoaDurazzo, nachmaligen Königs,Tochter, gebohren >171. wurdeums Iahr 140;. an Wilhelm vonOesterreich vermählt. Sie verlohrdiesen Gemahl 1406. erhielt nachihres Bruders Ladislaus Lod 1414.die Regierung, und heyratheledar-auf Jacob von Bourbon, schickteihn aber, weiter ihre wollüstigeAusschweifungen nicht gleichgültigertragen wollte, wieder nach Haus.Da sie keine Kinder hatte, so setztesie anfangs der König Alphonsusvon Arragonien, hernach aber Re-natuS von Anjou zum Erben ein.Allein Alphonsus behauptete dasReich, und das Haus Anjou konnteseine Ansprüche niemals mehr gel-tend machen.

Johanna, von Arc, s. Are.

H. Johannes der Täuffer, derVoriäuffer des Erlösers, war desPriesters Zacharias und der Elisabe-ths Sohn. Er begab sich schon inseiner Jugend in die Wüste, undführte daselbst ein sehr strenges Leben,trat aber im Jahr Christi ry. ausderselben hervor, und predigte anden Ufern deS Jordans vonderTau-

Io 20Z8

fe zur Busse und von der Ankunftdes Meßias. D>aS folgende Jahrtaufte« er diesen selber. Kurze Zeithernach verwies er dem HerodrsAnlipas seinen unrechtmäßigen Um-gang mit der tzerodws, so ihn her-nach auf Begehren dieser rachgieri-gen Dame das Leben gekostet.Johannes , der Evangelistund Apostel, von den Griechender Gorresgclehvte genannnt,war des grösser» Jacobj Bruder,und Zebedät und der Salame Sohn.Der Erlöser liebte ihn vorzüglich,wie er dann auch der jüngste unterallen Avosteln gewesen zu seyn schei-net, indem er fast noch 70. ganzerJahr nach Christi Tod gele! et hat.Nach der Himmelfahrt des Erlö-sers blieb Johannes zu Jerusalembiß zur Verwüstung der Stadt, wohn-te der dasigen Versammlnng der A-postel bey, entrann aber zuletzt auchmit den andern Gläubigen aus derStadt. Er predigte hierauf da«Evangelium in Asien, und hielt sichmeistens zu EphesuS auf, daherihn einige als den ersten Bischofdieser Stadt ansehen, welches abervielmehr Timvtheus gewesen. Ersoll auch den Parthern geprediget,und seine erste Epistel an sie geschrie-ben haben. Unter der Verfolgungdes Domitianus im Jahr yf. soller zu Rom in siedendes Oel gewor-fen , von demselben aber nicht be-schädiget worden seyn. Mosheimhat die Wahrheit solcher ErzählungWider Hcumannen vertheidigt- Erwurde hierauf auf die Insel Path-mos verwiesen, wo er seine Offen»hahrung geschrieben. Nach eini-gen soll er in die Bergwerke ver-dammt worden seyn, so aber nichthinreichend erwiesen werden kann.Nach Domitians Tod kam er nachEpbesus zurück, und schrieb umsJahr y6 sein Evangelium widerden Cerimhus und Edion, welche

die