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chen Hoheit brauchten. Wil,Helm Occam, MarfiliuS von Pa«dua, Johann voa Gent und UlrichHangör verdienen, daß man ihrermit Ruhm gedenke. Ludwig er-neuerte zuFrankfurl seine Appellationan eine zukünftige Kirchenversamm-iung, und Pabst Johannes suchte ihndurch seinen vierten Proceß allesRechtes verlustig zu erklären, baSer durch die Wahl erlangen können,wodurch er aber den Endzweck eineneue Kayserwahl zum besten einesfranzösischen Prinzen, nicht erreichenkönnen. Vielmehr beharrte Ludwigauch auf dem Reichstag rz-s. beyseiner Appellation mit vielem Bey-fall der Stände. Die mittlerwrilevondem Pabst hartbedrängte Gibellinenin Italien, bewogen ihn irr/, da-hin zu geben, wo ihn anfangs Siegund Glück begleitete. Die im fünf-ten Proceß des Pabsts erneuerteVerdammung des Kaysrrs und allerseiner Anhänger konnte nicht hin-dern, daß Ludwig nach Rom kam.Hier erhielt er die Kayserkrone,welches dem Pabst zu neuen Bann-flüchen die Materie gab. DochLudwigverdammte r;,8 den Pabst öffentlichals einen Ketzer, und ernennte ei-nen angesehenen Minoritcn, PeterRainaluci, zum Pabst, der sichNicolauS V. nannte. Wann nichtdie Franzosen rz--. Mittel gesun-den hatten, den Kayser aus Italienzu bringen, so würde dieser herz.hafte Entschluß gute Wirkung ge-habt haben, die aber nunmehr ver-eitelt wurden. P. Johannes er-neuerte nochmals im sechsten Pro.ceß den Bann; er gewann in Ita-lien die Oberhand r schlug alle ge-thane FriedenSvorschläge aus, undhatte das Vergnügen, daß NicolauSmit einem Strick um den Hals, sichihm zu Avignon zu Püffen w^f,und sein Leben im Gefängniß endig-te. Der berühmste Zwist der Bet-
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telmönche, den man da« Brodder Bettelmönche hieß, und des-sen gedacht worden, betraft»'« wich-tige Frage, ob diesen Mönchen das-jenige, was man ihnen gebe, zueben der Zeit eigen sey, da sie sol-ches gebrauchten? z E ob ihr Brod,in dem sie es wirklich essen, ihnenoder vielmehr dem Pabst und derKirche zuzehöre: Es betraf fernerdie Farbe, die Form und den Zeugihrer Kleidung, ob solche weiß-grau oder schwarz seyn müsse; obdie Caputze^nd ober zugespitzt,weit oder eng; die Kulten weit, ikurz oder lang von Luch oder von >Zeug rc. seyn sollten. Die Strit-tigkeilen wurden mit solchem Eiferunter den Bettelmönchen geführt,daß etliche darüber verbrannt wor-den , eben als wenn daS Wohl des jStaats und der ganzen Christenheitdavon abgehangen wäre. Die Fra-ge von dem Anschauen GOttes inder Seeliykcit, wozu der Pabst Lurchzwey Predigten Anlaß gegeben, da-rinnen er nicht richtig von der Sa-che gelehret, machte auch, beson-ders in Frankreich, grossenLärncen.Der Pabst bediente sich seines Nun- -tiuS Gerhard, damahligen Franci- jscanergeneralS, und eines andern,DorkorS, um seine Meinung bey ^der Universität PariS geltend zu ma- ichen, konnte aber solches nicht er-reichen. Er wiederruffte aber nochden Abend vor seinem Tod, wie-wohl einige solche Wiederrusung vorunterschoben hallen. Sie soll indessenalso gelautet haben: Daß die vonihren Rörpern abgeschiedeneund gereinigte Seelen indem paradieß mit JESUChristo und in der Gesellschaftder Engel seyen, und daselbstGVtt und das göttliche We-sen klar und von Angesichtzu Angesicht sehen, so viel derZustand einer abgeschiedenen
See-