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nopel den 6. Nov. z;i. gebohrea.Sein Vater Julius Constantius warConstantin des Grossen Bruder, undseine Mutter Basilina war auch auseinen vornehmen Geschlechte. Dasgrausame Blutbad, das Constan-tin« Söhne in seiner Familie an»richteten, und worinnen sein Vaterund seine nächsten Anverwandten um«gekommen, hätte beynahe auch ihmund seinem ältern Bruder Gallusden Untergang gebracht. Die Er-ziehung dieser beyden Prinzen wurdedem berühmten Bischof Eusebiusvon Nicomedien Übertragen. Die-ser gab ihnen einen Hofmeister, dersich bemühete, so wohl ihr Herz alsihren Verstand zu bilden, und ihnenein ernsthaftes Wesen, Bescheiden-heit und die Verachtung alles sinnli-chen Vergnügens einzuprägen. Man«ahm sie in die Geistlichkeit auf, undbestellte sie so gar zu öffentlichen Le-sern iu der Kirche. Diese Erziehung,welche übrigens beym Gallus eini-germassen anschlug, war ganz undgar wider die Gemüths- und Deu-ikuugsart eine« feurigen Julianus,der bey seiner Hofnung zur Reichs-folge wenig Geschmack am Mönchen-leben fand/ dem seine Erziehung garähnlich war. Er faßte demnach vonJugend auf eine grössere Neigungzur heidnischen Religion, welche sichschon äusserte, als beyde Brüdcr ausgemeinschaftliche Kosten dem Märty-rer Mamas eine Kirche erbauen soll-ten- In seinem - 4 sten Jahr giengJulianus nach Athen. Hier legteer sich aus die Astrologie, auf dieMagie und auf andere eitele Be-schäftigungen des HeidenthumS.Er hielt sich bejonders an den Welt.weisen Marimus, der seinem Ehr-geitz schmeichelte, und ihm dasKay-serthum versprach. Man schreibtvornemlich seinem verdammlichenFürwitz in die Zukunft hineinzusehen,Mb seiner Begierde zu herrschen sei-
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nen Abfall von der christlichen Reli-gion zu. Den 6. November zfs.wurde er zum Cäsar erklärt, underhielt die Oberbesehlshabcrschastüber die Völker in Gallien. Julia-nus erwarb sich hier viele Ehre. Ererhielt bey Straßburg einen berühm-ten Sieg über sieben deutsche Köni-ge , überwand die Barbaren in vie-len Schlachten und trieb sie in kur-zer Zeit wieder aus Gallien heraus.Constantius, dem sein Glück ver-dächtig wurde, begehrte, um ihn zuschwächen, einen Theil seiner Völ-ker von ihm, unter dem Borwand,sie wider die Perser zu führen. Al-lein JulianusSoldaten empörten sich,und erklärten ihn, seines Wider,stand« ungeachtet, zum Kayser.Er war damals zu Paris, wo er sichgern aushielt, und einen Pa Hast hat-te erbauen lassen, von dem mannoch einige Ueberbleibsel sieht. Con-stantius dachte auf Mittel, ihn mikGewalt zu zwingen, als er denNovember r6». starb. Julian, alsder nächste Erbe, gieng alsbald nachdem Orient, wo er eben sowohl alsim Oceident als Kayser ausgenom-men wurde. Er befahl hieraufdurch ein Edict, die heidnischenTempel wieder aufzuschliessen; erversah selber das Amt des oberstenPriesters mit allen heidnischen Ce-remonien, und gab sich alle Mühe,den Eindruck der H. Tauffe durchdas Opserblut gleichsam wieder auS-zuwaschen. Er wies den heidnischenTempeln und Priestern Einkünftean, beraubte die christlichen Kirchenihrer Güter, die er entweder andie Soldaten verschenkte, o^er zuseinen Krongükern zog ; er wider-rüste die Freyheiten, welche dieChristlichen Kayser der Kirche er-theilt, und zog die Gnadengeldcrein, welche Constantin zum Unter-halt der Geistlichen, der Wittwenund der Jungfrauen ausgesetzt hatte.