Band 
Zweyter Theil.
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Alten Testament« zu arbeiten. Nach-dem er an zerschiedenen andern Ortengelehret, kam er als Professor derGotkesgelahrheit nach Heidelberg,gieng aber daraus mit dem Herzogvon Bouillon nach Frankreich, undwollte sich in seinem Vaterlands se-tzen: er erhielt aber einen Ruf zurtheologischen Profession nach Leiden,dem er folgte; und starb daselbst deni;-Oct. >6or. Ausser der lateini-schen Bibelübersetzung, die er mit demTremellius gemacht, hat man vieleComent über Bücher der H. Schriftnebst andern Werken von ihm.

Juiiius, (Franc.) de«vorhergehen-den Sohn, war in den morgenländi-scheu und nordischen Sprachen unge«mein wohl erfahren. Er war zuHeidelberg ".«-.gebohren, und wid-mete sich ansang« den Kriegsdiensten.Als aber 1609. ei» Stillstand ge-schlossen wurde, überließ er sich gänz-lich den Studien. Im Jahr r6io.gieng er nach Engelland über, undblieb Jahr bey dem Grafen vonArondel. Er starb 1678. zu Wind-sor bey Jsaac Vossius, seiner Schwe-ster Sohn, und hinterließ seine Hand-schriften der Universität Orford.Seine untadelhaste Aufführung er-warb ihm eben so viele Hochachtungals seine Gelehrsamkeit. Er hatteeine solche Begierde, die nordischeSprachen zu lernen, daß er auf dieNachricht, daß eS in Frießland etli-che Dörfer gebe, wo man noch dasalte Sächsische rede, dahin gereiset,und sich zwey Jahr daselbst aufgehal-ten. Seine vornehmste Schriftensind: <ls kiÄura Vscerum, so vonallen Gelehrten hoch gehalten wird,und am besten zu Rotterdam > 694.herauSgekomnien ist; ?Lr2pkralisxotkica evanxellorum , nach denbesten Handschriften verbessert, undMit Thom. Marechals Noten erläu-tert; ein grosser Comment, über dieLvneorchsm Tsrism , so aber nicht

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gedruckt worden , und ein grosseseiollbrium von s. Sprachen, darinner den Ursprung der nordischen Spra-chen erklärt. Eduard Lye, ein ge-lehrter Engelländer, hat solches174s. zu Orford in Folio aus Lichtgestellt.

Juno, die Schwester und Gemahlinndes Jupiters, und, nach der Fabel-lehre , die Göttin der Königreicheund der Reichthümer, war Satur-nus und der Rhea Tochter, die auchsonstenCybele undOps genenntwird.Sie entrann mit Jupiter der Grau-samkeit deS Saturns, der sie auffres-sen wollte. Jupiter heyrathete siehernach, und zeugte die Jllihye,Mena und Hebe mit ihr. WeilJupiter ohne Umgang mit «einemWeibe empfangen, so empfieng Ju-no, um sich zu rächen, den Dulcandurch den Wind, und den Marsdurch Berührung einer Blume, dieihr die Göttinn Flora zeigte. Siewar ungemein eifersüchtig, und ver-folgte die Europa, Semele, Jo,Latona und andere Geliebten des Ju-piters aufs heftigste. Unter demNahmen Juno Pronuba, Lucinaoder Sospita war sie auch die Göt-tinn der Heyrathen, der Schwän-gern und Gebührenden. Man stelltsie in Schildereyen, wie eine Köni-ginn vor, mit königl. Hauptschmuckund auf einem von den Wolken ge-tragenen Throne sitzend. Der Pfauwar ihr insonderheit geweihet. Die-ser Vogel sitzt ihr allezeit zur Seiten,und oftmals wird sie gemahlet, wiesie durch die Lüste auf einem Wagenmit zwey Pfauen bespannet fährt.Ihre getreue Bothinn Iris beglei-tet sie fast allezeit. Man verehrtesie vornemlich zu Argos, zu Olympia,zu Carthago und in andern Städten.

Jvo, ein berühmter Bischof zu Char-tres, war im Gebiete von Beauvaisim XI. Jahrhundert gebohren. Lan-jranc, Prior der Abtey äu Bec,war