Band 
Zweyter Theil.
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K.

Dämpfer , (Engelbrecht) ein be,rühmter Ooctor der Arzneykunst,gebohren den 16. Septemb. i6s>.zu Lemgow in Westphalen, wo seinVater Pfarrer war. Nachdemer auf zerschiedrnen Universitätenin Deutschland und Podien studirt,gieng er nach Schweden. Manthat ihm sehr annehmliche Vor«schlage, um ihn in diesem Reiche zubehalten; allein, seine ausserordent»liche Begierde zu reisen bewog ihn,daß er lieber als Secretär mit demSchwachen Gesandten LudwigFabricius nach Persien gieng. Kam-pfer langte 1684. in Jspahan an.Das folgende Jahr, an statt mitFabricius nach Europa zurückzukeh-ren, begab er sich als erster Wund-arzt der Flotte in den Dienst derostindischen holländischen Compagnie.Er reisete in Indien, im König-reiche Siam und in Japan herum,und kam erst >Ly;. nach Europazurück. Kampfer ließ sich hierauszu Leiden dem Doktorhut aufsetzen,und kehrte wieder nach Haus.Hier wurde «r Leibarzt des Grafenvon der Lippe seinem Lanbesherrn,und starb avss dem Schloß Stein-hps bey Lemgow den r. November,716. Seine vornehmste Schriftenfl,!d: ämoenitarez exoücre , einWerk, welches sehr merkwürdigeund nützliche Sachen so wohl vonder natürlichen als bürgerlichen Ge-schichte der Länder enthält, welcheKämpfer durchloffen ; I^erbMumI^Irra - Oangelicum ; Beschrei-bung von Japan; diese Historieist sehr merkwürdig, und wird hochgehalten. Sie ist von Johann Ca-spar Scheuchzer ins englische, undhernach aus diesem ins französische' übersetzt worden. Die französischeÜbersetzung wurde im Haag 17--.

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in Folianten mit Kupfern ge«druckt. Man hat auch noch eineBeschreibung anderer Reisen vonKämpfer, die er durch Moskau,Persien und Ostindien gemacht hat.

Rahler, ( Johann) ein lutherischerGottesgelehrter, gebohren zu Wol-mar in Hessen den -0. Jan. 1649.lehrte von 1677. stuffenweise dieLogik, Metaphysik, Mathematikund Theologie zu Rintelu, und starbals Rektor Magnisicus zu Pyrmontden 17- May >7-9. Man Hai»erschiedene Schriften von >bm.Seines Bruders Sohn, WigangRahler, gebohren in obberührtemWolmar den 27. Merz >699. lehrtegleichfalls die Weltweisheit undGottesgelahrheit zu Rir.teln, ward174s. Doctvr der Theologie zuGöttingen und Mitglied der dasizendeutschen Gesellschaft, und starb den14. November 1747. Man hatHsruram äuplicam cie veris er ü-Äis rexni5 trcri rr^'eÄiOnibus exguaruvr LvanAelMs er actis axo-ttvlorum colleciäm und anderesmehr von ihm.

Ralteisen, (Heinrich) ein gelehrterDominikanermönch , gebohren aufeinem Schloß bey Coblenz von ade-lichen Eltern, disputirte auf derKirchenversammlung zu Basel imJahr 14zr. drey Tage lang widerdie Hussiten, wurde hicrars Erzbi-schof zu Drontheim und Cäsarea,und begab sich zuletzt in sein Klosterzu Coblenz, wo er 146s. starb.Man hat noch Schriften von ihm,die ihn als einen der gelehrteste»Theologen seiner Zeit darstellen.

Ranitz, s. Canitz.

Rara, Mehemet, ein berühmtertürkischer Bafsa, der sich durch sei-ne Tapferkeit und kluge Aufführungbey den Belagerungen Caudia,

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