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hatte. Von dieser Zeit an hatte erunter Rudolph H. Matthias andFerdinand II. den Titel einieS kay-serlichen Mathematici, unlv erwarbsich durch seine Schriften wnsterbli-chen Ruhm. Er hielt sich hieraufmeistens zu Lenz , wie auch einigeZeit zu Regenspurg und ju Pragauf, und starb zu Regenspurg, alser dahin gereiset war, um eineSumme Gelds, die ihm der Kay>ser versprochen, in Empfang -u neh-men, den 5. November -6;o.Kepler hat zuerst die wahre Ursachevon der Schwere der Körper, unddaS Gesetz der Natur, wovon sieabhängt, gefunden, daß alle Rör-per, wann sie im Lircu! desweaer werden , sich durch dieTangente vom Mittelpunktentfernen wollen. Er hat sol-ches durch dir Vergleichung mitStrohhalmen in einem Wassereimererklärt, welche sich, wann man denEimer im Circul bewegt, in demMittelpunkt deS GesässeS sammlen.Er hat auch den Gedanken von denhimmlischen Wirbeln gehabt, undgeglaubt, die Sonne habe einemagnetische Kraft, und viele wichti-ge Entdeckungen in der Optik ge-macht. Er hat auch die Regel,nach welcher sich die Planeten bewe-gen , erfunden, welche von ihm dieReplertsche genennt wird. Mankann ihn in gewisser Maaffe als einenDorläuffer deS CartesiuS ansehen,und dieser grosse Weltweise gestehetselber, Kepler sey sein Lehrmeisterin der Optik gewesen. Man hatnoch sehr viele vortrefliche astronomi-sche Schriften von ihm. Die vor-nehmsten lind: obiger kroäromus,den er auch d^llerium Ooünogra-xkicum nennt. Auf diese Schrifthielt er am meisten, und war einigeZeit so davor eingenommen, baß ersagte, er nähme nicht das
Lhurfürstenchum Sachsen vordie Ehre, dasjenige erfun-den zu haben, was in die-sem Buch stünde. Ilarmoniaklunäi, nebst einer Vertheidigung;äe Lomecis I.. III. Lpirome allro-uomis: Oopernican«; ^Vllronomi»nova live äe moribus Lrellw dlsr-tis ; Lliilias Vogsrilkmorum;dlovL Lleieomekria äoliorum vi-uariorum ; Oioprrice; äe veronalali anno Oiriüi; sä Vicellio-nem karalipomenr, guibus ^llro-nomise pars yptica rraclitur, etc.Kepler hat auch zuerst die Mathe-matick recht zur Naturlehre ange-wendt. Sein Sohn, LudwigRepler, trieb die Arzneykunst zuKönigsberg, und gab nebst anderneigenen Schriften auch seines Va-ters Traktat : 8c>mni»m s. Opus
xvüliumum <je alirvnomi» lunari
heraus. Kepler lehrt in diesemBuch, daß die Erde und die Son-ne, jede ihre Seelen und Empfin-dungen haben, und bringt noch an-dere besonder? Meynungen darinnenvor. Kepler bekannte sich zur lu-therischen Kirche; hatte aber we-gen der Allgegenwart der menschli-chen Natur Christi einige Händelmit den Goktesgelehrten. Manfindt vor seinen Opp. pottliumireine merkwürdige Lebensbeschreibungvon ihm.
Rerckmann, s. Rirchmamr.
Rerckring, ( Theodor ) ein be-rühmter Arzt deS xvii. Jahrhun-derts, aus einem ursprünglich Lüde-kischen Geschlechte, aber zu Amster-dam gebohren, erwarb sich durchseine Werke und durch seine Entde-ckungen grossen Ruhm, ward einMitglied der Londner Gesellschaftder Wissenschaften, und starb 169z.zu Hamburg, wo er den grösteaTheil seines Lebens unter dem Titel
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