Band 
Zweyter Theil.
JPEG-Download
 

ri6z De

auszusuchen. Er besuchite hierausmit seinen Grasen die vwrmehmstenStädte in Deutschland, ini Frank-reich und in den NiederlanidttN/ undsammlete überall, was itzim zu sei«nem grossen Werk dienern konnte,welches er sich auf Relandis Ermun-terung ausjuarbeiten vorq>enionimeahatte. Baudelot und M.omtfaiiconerwiesen ihm sehr grosse Achtung.Man entdeckte bey Unserer LiebenFrauen zu Paris ein altes Denkmalvom keltischen Götzendienst, unddie Gelehrten waren beschäl'-',es zu erklären. Keyßler machte ,;chauch darüber, und seine Muthmas»sungen übertrafen die meisten an»dern weit. Der Ruhm, den sichKeyßler durch seine erste Reise er»worden , bewog den Hanoöverischenersten Staatsminister Herru vonBernstorf, der eben damals einentüchtigen Reisegefährten vor seineEnkel suchte, in seiner Wahl ausKeyßler» zu fallen. Er brachtezwey Jahre zu Hannover zu. ImJahr «718. erhielt er Erlaubniß,tu Beförderung seiner eigenen Stu»dien eine Reise nach Engelland zuthnn, wo er zu Londen und Orsordnach Verdiensten empfangen, undeinmüthiglich unter die Mitgliederder königlichen Societät zu Londeuaufgenommen ward. Zu dieserEhre verhals ihm seine gelehrte Ab»Handlung t 6e Oer lVekelrnnisnumine veterum Wnlnckrorum co-xico; cui nccellir conipectus 0 -xeris ecienäi cle Dermnnia vererixsnrili, teu äe vüs vererum (^el-tarum geyrilium gue lepremrions-!ium. Gleich daraus gab er eineErklärung über ein altes Denkmalder Angelsachsen, das die Engellän»der 8rone- tienxe nennen, worinner wieder seine vorzügliche Einsich-ten leuchten ließ. Hierauf kamseine Abhandlung von der gehet-

Ne 2 ^64

ligten Mistel der Druiden,welche nicht weniger wohl ausgenom»men wurde. Nach seiner Rück»lullst noch Hannover,7,0. gab erdas berühmte Werkh-rans, so denTitel führt: ^nri-zuirnres teleÄ»loptemrionLles er celkicee. ImAprilmonat 1719- treten die Her-ren von Bernsdors die Reisen an,durch welche endlich Keyßler seinenRuhm auss höchste gebracht. Siebesahen Ober-Deutschland, dieSchweitz, Italien, Oderungarn,Böhmen und das Uebrige vonDeutschland. Im Jahr ,7;!.gieogen sie durch Lothringen nachFrankreich, und machten mit En»gellaod und Holland den Beschluß.Auf der Reise bekam Keyßler man»chen Ruf zu ansehnlichen und ein»träglichen Bedienungen; er waraber so sehr vor seine liebenswürdi-ge junge Herren eingenommen,da- nichts iA Stand war, einigenEindruck bey ihm zu machen. Erbegleitete den jüngern von ihnennach Koppenhagen , und von hiernach Regenspurg, und kam her-nach zu den Acltern zurück. Sosehr Keyßler diese Herren geliebt,so sehr liebten sie ihn hinwiederum.Sie sorgten reichlich vor alle Be»dürfuisse ihres iVlemors, und wie»sen ihm Leibrenten an, welche derDankbarkeit, die sie ihm schuldigwaren, gemäß waren. Sie über-trugen ihm zugleich die Aufsicht aufihre Bibliotheck, auf ihre Mün-zen- und Naturalienkabinette, undvertrauten ihm die Verwaltung sästaller ihrer häuslichen Angelegenhei»ten. AIs man im Jahr 17-8. desSchedius Werk: cle vüs 6erms-norum, wieder auslegte, verbes»serte und vermehrte es Keyßler,und hängte ihm seine eigene Ab-handlung: lle Lulru 8vlir, krejier Orliini, au. Er starb plötzlich

»u