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lehrten, und verachtete danebenalles andere. Als er einstens Bay-lens Ovmmenlrire xkilolopkigusantraf, warf er ihn aus den Tisch,mit den Worten: Diß «st wasphilosophisches: non lic icur-ä SÜIL. Die Akademie der Jnn-schriften und schönen Wissenschaftennahm ihn zu einem ausserordcntli-chen Mitglied auf, welche Ehre sievor ihm noch niemand erwiesen. Ergenoß aber derselben nicht lang, in-dem erden n. Oktober i?« 6 . aneinem Geschwür in der pancreati-scheu Drüse starb. Bon seiner Re-ligionsänberung giebt Herr Ladvocatdie viele verschiedene Lesearren desNeuen Testaments des Millius zurUrsach an, welche ihn überwiesen,daß man einen untrüglichen Richterin der Kirche nöthig habe. Alleindiß ist wohl am allerwenigsten zuglauben, da Küster selber in einerbesondern Schrift gezeigt, wie we-nig diese verschiedene Lesearten grö-ßentheils zu bedeuten haben, ja viel-mehr die Uebereinstimmung so vie-ler Handschriften, Ausgaben undUebersetzungen in Hauptsachen be-stätigen. Einen bessern Aufschlußhievon giebt ein Bries seines vertrau-ten Freundes Joseph Masse. Kü-ster sah sich M Amsterdam inder äussersten Armuth. Indiesen Umständen lud ihn seinalter Freund der Abt Bignorrzu sich nach Paris ein - under harre das Unglück, sich ge-winnen und zur französischenKirche ziehen zu lassen. Erbar mich, ihm künftig wiebisher zu schreiben, doch aberniemals von Religionssachenmit ihm zu reden. Er sagtemir zugleich, man habe ihnnicht gehalten, eine förmlicheAbschwöcung zu thun , nochdie Protestanten zu verdam,
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men, sondern bloß sich zuconformiren. Ichweißnichr,was daran ist. Gewiß ist,daß man ihm alle Gnadenund alle Vorzüge verbro-chen, dierinNeubekchrrer beyihnen erwarten kann. Kü-sters vornehmste Schriften sind:klilloria Lricica klomcri; Iimbli-cbus vüa k^rkagor?e; obbk-rührte Ausgabe des Suida» in r.Folianten; eine Ausgabe des Arisstophanes griechisch und lateinischin Folio ; lVovum lettamennimdMji jn Folio; vcro nlii ver-borum wStliorum apuä 6rwcos,erc. Sein älterer Bruder Hein,rieh Bernhard Küster, geboh-ren 1662. war auch ein gelehrterMann, dabey aber zimlich schwär-merischer Kopf, und starb erst >749.Die apokalyptischen Zahlen, unddaß er der Engel von Philadelphiamit der siebenden Schaale sey, weiler sieben Jahr zu Philadelphia ge-wesen , und Asgils Gedanke, daßer nicht sterben würde, kamen ihmniemals aus dem Kopf. Er nenntesich einen ausserordentlichenLehrer der morgen- und a»bendländtschen Sprachendurch ganz Europa, und gabunterschiedliche Schriften heraus,die er vermuthlich selber nicht ver-standen hat.
Kuhlmann, (Qnirinus) ein be-kannter Schwärmer, war zu Bres-lau den rf. Febr. 1651. gebohren.Er zeigte in seiner Jugend viele Fä-higkeit zu den Wissenschaften; alser aber in seinem i gten Jahr krankwar, hatte er am Mittag, und da ernicht schlief, eine fürchterliche Er-scheinung, die ihn ganz vom Stlrdi-ren abzog. Nach seiner GenHmqhörten zwar seine eingebildeten Ge-sichter zum Theil auf. Doch glaub-te er sich immer von einem runden