«2201 Ru Ru 22OL
- Rurrckel, ( Johann) ein berühmter greifliche Dunkelheit seiner Werke
ChymicuS des XVII. Jahrhunderts, beweiset hinlänglich , daß er ein
war im Herzogthum Schleßwig ums Enthusiast und Windmacher gews-Jahr >6;o. gebohren. Seine Ge- sen.
warben ihm grossen Ruhm. Er
machte besonders durch Hülfe eines
Glasosens schöne Entdeckungen in ss
der Chymie, und stand bey zerschie«
denen Prinzen, als bey dem Chur-sürsten in Sachsen, bey dem Chur»sürsten in Brandenburg und endlichbey König Carl XI. in Schwedenals ChymicuS in Diensten. Letzte-rer ernannte ihn zu seinem Berg-rath , und erhob ihn unter dem Nah-men von Löwenstern in Adelstand.Kunckel starb in Schweden 170».ungefähr 7». Jahr alt. Ihm hatman die Endeckung zu danken, denPhvsphorus aus Urin zu machen.Unter seinen Schriften stehen seineObiervariories ckemicse und I' siräe la Verierie, Paris »751. obenau.
Rnnraht, ( Heinrich ) ein bekann-ter ChymicuS von der Serie desParacelsus, machte im Anfang desXVII. Jahrhunderts sehr viel vonsich reden, war von Leipzig gebürtig,und trieb die Arzneykunst zu Ham-burg und Dreßden, und starb amletzter» Ort den 9. Sept. 160s. im4ssten Jahr. Ob er zu LeipzigProfessor gewesen, ist »och zweifel-haft. Er soll ein Adeptus gewesenund den Stein der Weisen besessenhaben. Er selber sagt, er habeschon in seinem r zsten Jahr alletheoretische und praktische Wissen-schaft der Chymie inne gehabt; al-lein er habe erst bey rcifferen Jah-ren von GOtt dir Gnade erlangt,das Gute und Böse in dieser Wis-senschaft zu unterscheiden. Er hatvieles geschrieben. Allein die unbe-
»aar, s. Laer.
Labbadie, (Johann) ein fran-zösischer Gottesgelehrter des XVH.Jahrhunderts, so vieles Aufsehen ge-macht , war zu Bourg im Kirch-sprenge! von Bourdeaur den 1;.Februar. 1610. gebohren. Er soll-te die Rechte studiren, und warddeswegen noch sehr jung zu den Je-suiten gethan. Er trat aber nachseines Vaters Tod selber in den Or-den, studirle sehr fleissig, so daß erkaum 19. oder rc>. Jahr alt war,als er äe grvüL er vocarione eKca-ci und anders schrieb, und übte sichstark im Predigen. Weil er aberanfieng, mancherley an seinem Or-den auszusetzen, und solchen zu re-sormiren trachtete, erlaubte manibm, unter dem Dorwand seinerKränklichkeit, den Orden zu verlas-sen, so >6,9. geschah. Von dieserZeit an hatte er an den Jesuitenseine abgesagten Feinde. Inzwi-schen predigte Labbadie immer anverschiedenen Orten mit ungemei-nem Beyfall, und bekam hinwie-derum grosse Beschützer, worunterauch der Cardinal Richelieu war.Daß er nachgehends zu Graville un-ter die Carmeliter gegangen, istnicht zu erweisen; sondern, da erzu ihrem Oirector gewählt war,so warf er eine Kutte um sich, umwegen des damaligen Baureoauf-stand« sicher dahin zu kommen. DieVerfolgung des Bischofs von Ba-