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war des ArchelauS Schüler, undsein Nachfolger im Amt. Er ergabsich sehr teitig den Studien, und ober gleich in grossem Elend und Ar-muth leben mußte, so wurde er dochein geschickter Weltweiser, und hat-te einen sehr angenehmen Vertrag.Er lehrte in einem Garten, den ihmder König Malus zu Pergamo ge-geben. AIS ihn dieser Prinz zu sichnach Hof verlangte, antwortete ihmLarydes, man müsse die Bild,Nisse der Röntge nur vonKerne betrachten. Er hatte ei-ne Gans, die ihn überall begleitete.AIs sie starb, hielt er ihr ein soprächtig Leichcnbegänqniß, als wennes sein Sohn ober Bruder gewesenwär. Lacydes folgte den Grundsä-tzen des ArcesilaS , und behauptete,man müsse nichts entscheiden, son-dern sein Urtheil in allen Dingen auf-schieben. Sein Hausgesinde bediel-te sich öfters dieses Satze« ihn zubestehlen. Wenn er sich beklagte,so sagten sie, er betrüge sich, under konnte ihnen nach seinen Grund-sätzen nichts mehr antworten. End-lich als er müde war, sich bestehlenzu lassen, und sie ihm immer entge-gen hielten, man müsse sein Ur-theil aufschieben, antwortete erihnen: Meine Rinder, andersdispuriren wir in der Schu-le, und anders leben wir zuHaue. Er starb an starkem Ge-brauch des Weins ,r r. Jahr vorChristi Geburt.
H. Ladislaus, König in Ungarnund Bela l- Sohn, war im Jahrrc>4l- in Pohlen gebohrrn. Erfolgte im Jahr rogo. dem Geisa,vereinigte Oalmatien und Croatienmit seinem Königreich, brachte dieBöhmen wieder zum Gehorsam,trieb die Hunnen aus Ungarn, er.
oberte einen Theil von der Bulgareyund von Ncusseu, und erhielt ei-nen grossen Sieg über die Lartar.Er starb im Geruch der Heilig-keit den ;c>. Jul. 1095. PabstCvelestin in. versetzte ihn Jahrehernach unter die Heiligen.
Ladislaus IV. auch Uladislaus,.Grsßherzog von Litlhauen, and Kö-nig in Pohlen, ward 1440. nachAlbrechts von Oesterreich Tod, auchzum Könige in Ungarn gewählt.Er führte anfangs mit dem türki-schen Kayser Amurath Krieg, underhielt durch seinen Feldherrn Jo-hann Hunniades grosse Vortheileüber ihn. Man schloß hieraus ei-nen feyrlichen Frieden. Allein derPabst und andere christliche Prinzen Ibewogen ihn, solchen zu brechen«Dir Folgen dawon waren sehr un-glücklich- Di«e Christen verlohreadie grosse Schlecht bey Varna, undLadislaiis selberr kam den n. No-vember 1444. lin der Blüthe seinesAlters um. Dieser Prinz wärewegen seiner Tapferkeit und seinerFrömmigkeit eines bessern Schick-sals werth gewesen. Sein Tod zogdie Verherung von Ungarn und denUntergang des griechischen Kayser«thums nach sich. Man hat ihm dieGrabschrist gesetzt:
U.omUliäL dannas, exo Vrrnrinclacie noravi;
Vilcire inoiraler , non keine-rare üäem.
die niü xonriüces zMIIenk runr-peie koeäus,
Won ferrer scvrliicum kann«,nie ora z'uAum.
LadiS-