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Er war sehr lustig und vollerSchwanke, und spottete selbst seinerFigur, um seine guten Freunde denPouffin, den Claud. Lorrain undden Sandrart rc. zu ergötzen. Erhatte sehr lange Leine, einen kurzenLeib, und den Kopf tief in denSchultern. Oftmals verkleidete ersich in einen Affen, und in die Ge-statt anderer Thiere. Er war einleibhaftiger Pickelhering. Als eraber ins sechzigste Jahr trat, soward seine Gesundheit schwach, under fiel aus der grösten Freude in dietiefste Traurigkeit. Dieser Mahlerward nebst vier andern über demFleischeffen in der Fastenzeit von ei»uem Geistlichen überrascht/ der sievielmals ermähnte, und ihnen zu-letzt mit der Inquisition drohete.Endlich ermüdete sie der Eifer diesesehrlichen Mannes, und Bambochemit seinen Cameradrn ersäuffetenden Geistlichen. Die Reue, die erüber diesem Verbrechen empfand,uebst einigen kleinen Unglücksfälkenplagten ihn so sehr, daß er sich ausVerzweiflung in einen Brunnenstürzte. Sein jüngerer Bruder,ebenfalls ein Mitschuldiger, kamums Leben, als er über einen Stromfuhr. Man sagt, die andere seyenauch so umgekommen. Laer hatnur kleine Stücke verfertigt, nemlichJahrmärkte, Kinderspiele, Jagden,Landschaften, Seestücke rc. Er hatstark, klug und wahr gemahlt.Sein Pinsel ist zu gleicher Zeit ge-wiß und fleischicht. Seine Zeich-nungen sind auch sehr beliebt. DerKönig von Frankreich und der Her-zog von Orleans besitzen verschiedeneBilder von ihm. Man hat nachihm gestochen.
kaerrtus, s. Diogenes.
Laer, (Johannvon) «inSchriftstel-
ler des xvn. Jahrhunderts, vonAntwerpen gebürtig, war Directorder westindischen Compagnie, unddes Salmasius guter Freund. Erwar in den Sprachen, in der Hi-storie und in der Geographie wohlerfahren, und machte die Beschrei-bung der meisten Königreiche, wel,che bey Elzivir unter dem Titel:ktespudlicr, in;r. gedruckt wor-den sind. Man hat auch Novnmorbem s. Oescripric-nis Inäise oc-ciäenralis I.ibr. XVIII. und andereSchriften von ihm. Er starb164-.
Läms, ( Pomponius) ein berühm-ter Gelehrter de-xv. Jahrhunderts,war 1415. zu Amenbolara, einerkleinen Stadt in Obercalabrien ge-bohren, und soll ein natürlicherSohn eines Prinzen vom HausSanseverini seyn. Er lehrte dieschönen Wissenschaften zu Rom mitausserordentlichem Ruhm, so daßjedermann ihn hören wollte, und,weil er seine Vorlesungen gleich mitanbrechendem Tag anfieng, vieleschon um Mitternacht kamen, umihre Plätze zu behalten. Er that ei-ne Reise an den Don, um dasje-nige zu erkundschaften, was etwa»dem Strabo entwischt seyn mochte.Er hatte übrigens alle seine Wissen-schaft in die Gränzen der römischenRepublick und des römischen Kay-ferthums eingeschränkt, so daß erdurchaus unwissend in allem war,das nicht dahin einschlug. Er wuß-te nichts von der H. Schrift, nichtsvon den Kirchenvjtern, und hattenie keinen Schriftsteller gesehen,welche nach dem Zerfall des römi-schen Reichs geschrieben haben. Erfeyrte das Fest dev Erbauung derStadt Rom, und hatte, wie mansagt, dem RomuluS Altäre grbauet.
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