Band 
Zweyter Theil.
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Monaten hielt er sich vor allz.ug«bun'den, bat um Erlaubniß sich Hinweg-zubeqeben, und erhielt sie. Ergieng bald darauf nach Holland,um Bayle kennen zu lernen, vonhier gieng er nach Engelland, undsetzte sich hieraus zu Pari« vest.Nun vertheilte er seine Zeit zwischenden Studien und dem Vergnügen;besonder« was die Tasel betraf.Er war ein grosser Poet, Huma«niste und Geograph»«, und wenn e«möglich ist, ein noch grösserer Triiuker. Niemand wußte eigentlich,wo er wohnte. Denn wenn ihn je«mand nach Hau« führen ließ, sostieg er allezeit auf der neuen Brückeau«, und setzt» seinen Weg zu Fußfort. Seine Freunde, deren ersehr viele und unter den vornehm»stea und verdientesten Personen hatte,wollten ihn hierüber nicht binden.Es lag ihnen wenig daran, wo ersich aushielt, wenn sie ihn nur oftbey sich haben konnten. Sein Um»gang war eben so angenehm alslehrreich vor sie. Er war lebhaft,anmuthig, fruchtbar und glänzend.Er sprach von allen Dingen, undredete wohl davon. Lainez verstandPas Lateinische, Italiänische undSpanische vollkommen, und hattealle gute Schriftsteller, so in diesenSprachen geschrieben, in seinerGewalt. Den grossen Theil de«Tag« brachte er gemeiniglich mitGtudiren, den übrigen aber inLustbarkeiten zu. Als ihm einer sei««er Freunde seine Verwunderungbezeugte, daß er ihn alle Morgenum 8 . Uhr in der königlichen Biblia«theck, nach einem zwolfstöndigenNachtessen, antreffe, antworteteLainez s» gleich durch eine Nachah«mung des Virgils:

Hexnar noÄs colix, volvunrur Li-dlla msne,

klroebo kreativ» äiviäikimperium.

Er starb zu PariS den -8. April1710, und ward zu St. Roch be-graben. Ob er gleich sehr viele Ge-dichte gemacht, so hat man dochwenige mehr davon, weil er sich be-gnügte, sie vorzulesen, ohne sie je-mand mitzutheilen. Der grasteTheil derselben ist mit dem Gla« inder Hand und aus dein Stegreifgemacht worden; sie sind auch kurz,lebhaft, natürlich, voll Salze«und Witze«. Sein Arzt Chain«bon hat fast alle seine Papiere ge-erdet.

Lainez, (Jacob) ein berühmter Ge-neral der Jesuiten, war ein Spa-nier. Er war einer von der erstenSchülern des Jgnatiu«, und folgteihm als General im Jahr r sf6.Er erschien mit Ansehen auff derKirchenversammlung zu Triident,und auf dem Religionsgespräche zuPoissy, und that sich durch seineEigenschaften hervor. Er schlugden Cardiualshut au«, und staub zuRom den >y. Januar. is6s. imc rsten Jahr. Er hinterließ einigeSchriften.

Latresse, ( Gerhard von) einer derberühmtesten niederländischen Mah-ler, gebohren zu Lüttich 1640,. undgestorben zu Amsterdam 17711-Zwanzig Jahr vor seinem Tod «wur-de er blind; und da er in diesem Zu-stande seiner Neigung zur Mahliereynicht mehr Genüge thun konnte, sobegnügte er sich, Regeln von diieserschönen Kunst zu geben. Er schriebsie mit Kreide aus besondere koazubereitete Tücher, und einer seriuerSöhne schrieb sie alsdann wieder' abaus Papiere. Nach diesem mmchteman eine Sammlung davon, sogedruckt