Band 
Zweyter Theil.
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Lagima , ( Andrea-) ein gelehrterpanischer Arzt, war zu Segovien1499. gebohren. Er brachte sästsem ganzes Leben an Kaysers Carlsv. Hof iü, und starb umS Jahrix-So. in seinem Vaterland. Manhat viele Schriften und Uebersetzun-gen auS dem Griechischen von ihm,welche ihren Werth haben.

Lagus, ( Daniel) ein lutherischerGotteSgelehrter, gebohren im Jahr1618. zu Colberg, lehrte anfangsdie WeltwriSheit im Gymnasio zuDanzig, hernach zu Greisrwaldedie GotteSgelahcheit, und starb imJahr 167». Man hat Oommenc.in ^pikolns Lä t-nlLlss, klpbetios,kkiiippenses, und andere Schriftenvon ihm.

La Hire, s. Hire.

Lardradus, s. Leidradus.

Laimann, (Paul) ein deutscher Je«suite, von Zwcybrücken gebürtig,lehrte die Philosopie, daS kanonischeRecht und die Theologie in verschie-denen deutschen Coüeqiis, und starbzu Costanz den Novemb. i6;s.Man hat IbeoIriZinm mvrslem undviel andere« von ihm.

Lainez, (Alexander) ein guter fran-zösischer Dichter, gebohren im Jahr1650. zu Chimay in Hennegau, auSeben dem Geschlecht, da« dem Je-suiterorden seinen zweyten Generalgegeben. Er studirte zu Rheims,wo sein lebhafter und ausgeräumterGeist ihn mit den vornehmsten Per,sonen der Stadt in Bekanntschaftund zu manchem guten Schmaußbrachte. Hieauf kam er nach Pa«riS, folgte mit dem Ritter Colbcrt,Obristen de« Regiment« Champagne,der französischen Armee nach, underklärte diesem Herrn die wichtigsten

Stellen de« LiviuS und TacituS.Viele Officiers wohnten diesen Vor,lesungen bey, welche ihre Gedankenauch davon sagten, ihre Schwierig,keitrn vorbrachten, und dadurchdiese Unterredungen sehr angenehmund nützlich machten. Einige Zeithernach that Lainez eine Reise nachGriechenland, besah die Inseln de«Archipelagus, Constantinopel, Klein-asien, Palästina, Egyplen, Mal-tha und Sicilien. Er kam in dievornehmste Städte Italien« , undkehrte endlich durch die Schweitznach Chimay in ziemlich schlechterGestalt zurück. Hier hatte er et-wa» zwey Jahr im Verborgenen ge-lebt, als derAbt Faultrier, Inten-dant von Hennegau, der auf könig-lichen Befehl einige anzüglicheSchriften Hinwegnehmen sollte, dieauf den Gränzen von Flandern her-umflogen, sich mit bewafneter Handzu Lainez begab. Er traf ihn unterdem Dach, in einem alten Schlaf-rock, und mit vielen ziemlich unor-dentlich zerstreuten Papieren an. Erredete ihn als einen Schuldigen an,und nahm ihm alle seine Papiereab. Lainez antwortete mit Beschei-denheit , erwies die Unbilligkeit die-ses Verdachts, und wurde durchdie Untersuchung seiner Papiere nochmehr gerechtfertigt. Der Abt Faul-trier, der sich über seine Unschulderfreute, und hiednrch Gelegenheitgesunden, sein Verdienst kennen zulernen , nahm ihn mit sich,

ließ ihn kleiden, ( dann Lai-nez hatte damals nichts als die-sen alten Schiasrock ) räumte ihmeine Wohnung bey sich ein, nahmihn an Tisch, und schenkte ihm seinVertrauen. Vier Monate hernachgieng Lainez mit seinem Gutthä-ter nach Pari«, und wohnte beyihm im Arsenal. Allein nach sechsAaaa 4 Mona-