Band 
Zweyter Theil.
JPEG-Download
 

L287 Le

Oioscorus und Eutyches wurden ver-dammt. Das folgende Jahr gicnger Altila entgegen , und bewog ihndurch seine Beredsamkeit, daß erwieder abzog. Was hier von einerErscheinung, die Attila gehabt ha-ben sog, erzählt wird, hält manbillig vor ein Mahrchen. AlsGen-strich 455 Rom einnahm, erhieltendlich Leo von ihm, daß die Stadtnicht verbrannt, und die vor-nehmste Kirchen, welche Constan«tin ungemein bereichert, nicht ge«plündert wurden. Leo hielt überder Kirchenzucht, und starb zn Romden n. Nov. 461 . Leo hat denpadstlichen Stuhl in grosses Ansehengesetzt, und vornehmlich den Grundzu demjenigen geleget, was nach dereit erst offenbar worden. Manat noch 96. Reden über die vor-nehmste Festtage des Jahrs und141. Briefe von ihm. Er ist dererst« Pabst, von dem man eineSammlung seiner Werke hat.Seine Schreibart ist edel und zier«lich, und man bewundert in allenseinen Schriften eine gründlicheBeurtheilungskrast, einen schönenGeist und einen standhafte» Muth.Man schreibt ihm auch noch Uidr.<ls VoLLÜone gencilium und Lpi-Uolrm sä Virginem vemetriaUemzu. Der P. Huesnel hat seineSchriften zu Lyon 1700. in Folioam besten herausgegeben. Der P.Maimberg hat seine Historie be-schrieben. P. Benedict XIV. hatihn unter die Kirchenlehrer versetzt.Sein Nachfolger hieß Hilarius.

H, Leo il. römischer Pabst, aus Si-cilien gebürtig, folgte auf den A.galho den 17- Äug. 68 ». Er ver-stand die griechische und lateinischeSprache, die Musik und die Cano-nes der Kirche. Er bestätigte dieVI. allgemeine Kirchenversammlung,»tthsmrnle den Honorius,und starb

Le 2288

den Jul. 6 8;. Man schreibtihm 6. Briefe zu. Benedict II. folgteauf ihn.

Leo III- ein Römer, folgte den »6.Dec. 795. auf Adrian I. Pascha!!-und Campulus. Adrians Anver«wandten, welche vermuthlich selbergerne auf dem Stul gesessen wären,erregten eine Empörung wieder ihn,und ^schickten ihm 799. bewafoeteLeute über den Hals, die ihm dieZunge ausschneiden und die Augenausstechen sollten. Doch kam Leomit tüchtigen Schlägen noch davon,und wurde mit Blut überdeckt in ei-nem Kloster ins Gefängniß qeworf-fen. Er entwischte endlich mit Hül-fe seiner Freunde, und kam zu Carlndem Grossen Dieser Prinz nahmihn wohl auf, und schickte ihn nachRom zurück, wo Leo am Andreas-tag als im Triumph einzog. DiaUrheber-der Unruhen wurden vor-gefordert; doch mußte Leo sich mit ei-nem Eyd von den aufgebürdetenBeschuldigungen reinigen. Dem Pa-schalt- und Campulus erbat sich Leodas Leben von Carln, der sie zumTod verdammt hatte; er krönetediesen Prinzen am Christtag?oo.zum Kayser von Oecident, undstarb r >. J»n. 8 > 6. Man hat nochr;. Briefe von ihm. Er soll 809.einen Streit mit den spanischen Bi-schöffen wegen des Beysatzes kUic>.que gehabt, und in die S. Peters-kirche zwey silberne Tafeln ausge-hängt haben, aufweichen das Ni-ramsche Glaubensbekannkniß grie-chisch und lateinisch ohne diesen Bey.satz gestanden sey. Man lese vonihm des berühmten tübinqischen Got-tesgelebrten D. Joh. Gottlieb Fa-Hers viss. cle Ueone III. Ivb.1748. Stephan b V. war seinNachfolger.

0 iv. ein Römer, wurde alsbaldnach dem Tod des SergiuS den i r.April, r47. rinmülhiglichjUln Pabst

ge-