Band 
Zweyter Theil.
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dosius III. Er vertheidigte dieStadt Constantinopel tapfer gegendie Saracenen/ und erhob sich her«nach gegen die Bilder. Der Pa-triarch Germanus vonConstantinopelmußte dieserwcgen ins Elend, und Leowurde von P. Gregor II. und Gre-gor III. in Bann gethan. SeineBilderstürmer«!) bat ihm bey allenSchriftstellern der gegenseitigenParthey schlechten Nachruhm er-worben. Er soll die Gelehrten ver-folgt/ die Schulen niedergerissenund die Bibliothek zu Covstantinopelverbrannt haben. Er starb den > 8.Jun. 741. Gewiß ist, daß seinHaß gegen die Bilder das orienta-lische Kayserrhum um seine westlicheProvinzen gebracht, wozu die Päb-sie nach Kräften geholfen. SeinSohn Eonstantinus Copronymuswar sein Nachfolger.

Leo iv. mit dem Beynahmen Lha-zarus , folgte 77s. auf seinen Va-ter Eonstantinus Copronymus. Ersetzte den Widerstreit fort, und starbden 8. Sepk 7!o. Constautin undIrene regierten nach ihm.

Leo v. der Armenier / wurde anMichaels Curopalates Stelle 8r;.zum Kayser von Orient ausgerufen.Er erhielt einen herrlichen Siegüber die Bulgaren; verfolgte her-nach die Bilder, und wurde in derChristnachl 820. umgebracht. Mi-chael Balbus war sein Nachfolger.

Leo VI. mit dem Beynahmen derweise, oder Philosophus,folgte aus seinen Vater Basilius Ma-cedoden '.Merz 8 86. Er vertriebden Photius vom Patriarchat zu Con-stantinopel, führte unglücklicheKriegemit den tzungarn und Bulgaren undstarb den n. May 9, r. VonvierGemahlinnen hinterließ er den «in-nigen Sohn Eonstantinus Porphyro-genneta. Den Nahmen des Welt-weisen hat er seiner Liebe zu denWissenschaften und nicht seiner Auf-

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führung z» danken, welche sehr aus-schweiffend war. Er verfertigteReden / wovon man noch verschiede-dene hat. Man schreibt ihm aucheines zu unter dem Tilul: laLicasi-ve Lonllimnonum milirarmmdreviarmm,und noch andere. Ihmfolgte sein Bruder Alexander.

. Leo, mit dem Beynahmen derGrosse, einer der berühmtestenrömischen Päbste, war in Toscanaoder vielmehr zu Rom gebohrcn.Er diente der Kirche nützlich unterCoelcstin und Sixtus III und hattean allen grossen Geschäften Antheil,ob er gleich »ur Diaconus war. Erwar eben in Gallien, die beydeFeldherren Albinus und AetiuS zuversöhnen, als ihn die römischeGeistlichkeit zurückberief, und nachSixtus III. Tod den io. May 440.auf den päbstlichen Stuhl setzte. Erverdammte 444. auf einer Kirchen-versamlung zu Rom die Manichäer,die sich heimlich daselbst aufhieltenund stark vermehrten; rottete diepelagianische Ketzerey vollends inItalien aus, und verdammte diePriscillianisten- Er erklärte allesvor null und nichtig, was 449. aufder sogenannten Räuberversamm-lung zu Ephesus geschehen war, undhatte 4s 1. durch seine Gesandtenauf der allgemeinen Kirchenversam-lung zu Chalcedon den Vorsitz, obgleich solches ganz und gar nicht auseinem ihm eingestandenen Supremathergestossen. Er widersetzte sichzwar hernach dem Canon, der demPatriarchen zu Constantinopel gleichden zweyten Plaz nach ihm einräum-te; allein weder der Kayser nochdie andern Bischöffe liessen etwashievon hintertreiben. Der Brief,welchen Leo an den Flavianus vondem Geheimniß der Menschwerdunggeschrieben, wurde mit allgemeinemBeyfall von der Versammlung auf-genommen, und die Irrthümer desCccc 4 Dios-