Band 
Zweyter Theil.
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bm i. April 1607. und starb den-7. eben dieses Monaths zu allge>meinem Bedauren im rosten Jahr.Paul V. war sein Nachfolger.

Leo Allarius s. Allariue.

Leo von Byzanz, ein berühmterWeltweiser, aus dieser Stadt gebür-tig, war des Plato Schüler, underwarb sich grossen Ruhm durch sei,um Verstand und durch seine Ge-schicklichkcit in öffentlichen Geschäf-ten. Die Byzantiner schickten ihnöfters als Gesandten zu den Athe,uiensern. AIs dieser Prinz sahe,daß er niemals werde Meister vonByzanz werden, so lang Leo Theilan der Regierung in der Stadt ha>den würde, so schickte er den By-zantinern einen unterschobenen Brief,worinn dieser Weltweise versprach,ihm Byzanz zu überliefern. Dasleichtgläubige Volk gab diesem BriefBeyfall, und lief in der Wuth aufdas Haus des Leo zu. Dieser aberentfloh, und erhängte sich selber umder Raserey des Volks zu entgehen.Von seinen Schriften ist nichts aufuns gekommen.

Leo Juda, s. Iuda.

Leo von Moden», ein berühmterRabbiner von Venedig im XVII.Jahrhundert, gab eine Historie vonden jüdischen Gebräuchen und Ge-wohnheitcn in italiänischer Spracheheraus, wovon die beste Ausgabei6zz. zu Venedig erschienen ist.Richard Simon hat es ins französi-sche übersetzt. Er hat noch mehrgeschrieben.

Leo , CJoh.) ein geschickter Gevgra-phus, von Granada gebürtig, be-gab sich nach Eroberung dieser Stadt>491. nach Africa, daher er auchAfricanu» genannt wird. Nach-dem er lange Zeit in Europa, Asienund Africa herumgereiset, wurde ervon den Seeräubern gefangen, und

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P. Leo X. geschenkt. Er schworhierauf den mahometanischen Glau-ben ab, und genoß viele Gnade vonLeo. Er starb ums Jahr 17-6.Er gab eine arabische Beschreibungvon Africa heraus, die er hernach insitaliänische übersetzt. Marmol hatihn säst ganz abgeschrieben ohne ihnzu nennen.

Leon, (Aloysius oder Ludwig von)lateinisch Legionensis, ein gelehr-ter Augustinermönch, lehrte dieTheologie zu Talamanca, und warim griechischen und ebräischen, auchin der H. Schrift geschickt. Er ge-langte zn den wichtigsten Bedienun-gen seines Ordens, wurde abernachmals in ein finsterS Loch einge-schlossen, weil ihn seine spanischeUebersetzung des hohen Lieds beydenInquisitoren der Ketzerey verdächtiggemacht. Er gab hkrinn ein hei-denmäßiges Beyspiel der Geduld undGroßmuth, und kam nach zweyJahren wieder siegreich aus seinemGefängniß. Man setzte ihn wieder

, in alle seine Würden ein, worinn erden r;. Aug. 1791. im ersten Jahrstarb. Seine vornehmste Schrifthat den Tilul: urriusgue Hgm

t^pici er veri immolsrioms legiri-mo remxore. Der P. Daniel hateine französische Uebersetzung mitAnmerkungen davon heraus gege-ben.

Leon, (Peter Ciega von) ein spa-nischer Schriftsteller deSXVl. Jahr-hunderts gieng in seinem Jahrnach America, und legte sich daselbst17. Jahr lang auf die Kenntniß derkitten der dafigeu Einwohner. Erschrieb hierauf eine Historie von Pe-ru, die er 1770 zu Lima vollende-te. Der erste Theil derselben wur-de 177; zu Sevilien in spanischer,uud >777. zu Venedig in italiäni-scher Sprache gedruckt. Die Spa-nier halten viel darauf.

H.Le-