Band 
Zweyter Theil.
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mögen seinen zwey Söhnen. Die-se Ungerechtigkeit beförderte dasGlück der Athenais. Dann als sienach Constantinopel kam, um diePrinzessinn Pulcheria um Hülfe an-zuflehen, wurde diese Prinzessinndurch ihren Verstand und durch ihreSchönheit so eingenommen, daß siesolche an ihren Bruder Kayser Theo-dosius den Jüngern 4»i. verheyra-thete.

H. Leonrinus, ein berühmter Bi-schof zu Frejus, der ums Jahr4so. gestorben. Ein anderer H.Leonrinus war umS Jahr 54».Biichof zu Bourbeaux, und starbums Jahr 764.

Leonrinus pilarus, oder Leon,des Barlaamus, eine- Mönchs inCalabrien, Schüler, lehrte denPetrarcha und Bocacius, die grie.chische Sprache. Man sieht ihnals einen der vornehmsten unter dengelehrten Griechen an, welcher dieWissenschaften und den guten Ge-schmack wieder nach Europa gebracht.Er ist auch der erste, der das grie-chische in Italien gelehrt. Er giengnach Griechenland, um LI88. zuholen, ward aber auf der mittellän-dischen See, da er zurück nach I«talien fuhr, vom Blitz erschlagen.Einige machen Lhessalonich, ande,re Calabrien zu seinem Vaterland.Er lebte in der Mitte deS XIV.Jahrhunderts.

Leonrius Gcholasticus, ein grie,chischer Schriftsteller um das Endedes VI Jahrhunderts, von dem maneinen 1r. äe Ooncilio Olmlceäo-nenll und andere Schriften in derLibliorliec-i kairum antrift.

Leonrorius s. Lonrad.

Leopard, (Paul) ein in den schö-neu Wissenschaften geschickter Manndes XVi. Jahrhunderts von Jsen,bürg bey FurneS gebürtig, wolltelieber in einer geringen Schule zn

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Vinoxbergen lehren, als Professorder griechischen Sprache zu PariSwerden, welches man ihm aigebot«ten. Er starb den ;. Jun. 1567.im s7sten Jahr. Man hat I-ibr.XX. Lmenäarionum, so ihrenWehrt haben, und andere Schris-ten von ihm.

Leopold, mit dem Beynahmender Fromme, war MarggrafenLeopold m. ober des Schönenvon Oesterreich und der Jtta Sohn,welcheKaysersHeinrichs III. Tochterwar. Er zeigte von Kindheit an ei-nen Verstand, der zu Untersuchungder erhabensten Wissenschaften fähigzu seyn schien, und viele Neigungzur Tugend. Er folgte 1096. inder Regierung auf seinen Vater, undfaßte alsbald den Entschluß seine Völ-ker gesitteter zu machen. Er ver-minderte die Auflage», ließ seineUnterthanen gerne vor sich , undmachte sich bey ihnen sehr beliebt.Sein Pallast schien den Tempel derGerechtigkeit, und den Aufenthaltder Tugend zu seyn. Seine Tapfer-keit zeigte er unter Kayser Heinrich

IV. und ergrief hernach Heinrichs

V. Parthey, der ihm »r 0 6. seineSchwester Agnes zur Ehe gab.Diese tugendhafte Prinzessinn ge-bühr ihm 8. Söhne und Töch-ter. Sie war Herzogs Friederichvon Schwaben Wittwe, dem siedennachmaligen Kayser Conrad und des-sen älteren Bruder, Friederichs desRothbarts Vater, gebohren hatte.Leopold ließ eine prächtige Kirchean der Donau zwey Meilen vonWien bauen, nnd setzte Canon, re-gn!. vom Augustinerorden dahin.Nach Heinrichs V. Tod bekam erauch einige Stimmen zur Kayser«würde. Wie aber Lotharius vordrang, so folgte er diesem Prinzengroßmüthig nach Italien. Er starbim Geruch der Heiligkeit nz-.nnd

wurde