Band 
Zweyter Theil.
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wurde von Jnnocentius Vlll. unterdie Heiligen gesetzt.

Leopold, römischer Kayser und Erz-herzog in Oesterreich, ein sehr glük-licher Prinz, war gedohren den 9.Iun. 1640. von Kayser FerdinandIII. und Maria Anna von Oe»sterreich, Königs Philipp m. inSpanien Tochter. >6ss. wur-de er zum König von Ungarn, dasfolgende Jahr zum König in Böh»men gekrönet, 1658. aber, derfranzösischen Hinderungen ungeach-tct, den > 8-Ju!. zum römischen Kay-ser gewählt, und den s. Aug. dar,auf zu Frankfurt gekrönet. Leopoldselber hat niemals weder seine Völ«ker gegen den Feind in ein Treffengeführt, noch einer Belagerung an-gewohnt, und dannoch seine ganzeRegierung durch beständigeundmei-stens glückliche Kriege durch seineFeldherren geführt. 1661. giengder Krieg mit den Türken an, wobeyanfänglich beyde Theile abwechslen,de Vortheile erhielten, bis endlichdie türkische Armee den 26. Jnl.bey S- Gottsord von den Kayserli«chen, welche durch französische undandere Hülssvölker verstärkt war,aufs Haupt geschlagen worden,worauf der Stillstand auf 20. Jahrerneuert worden. Sieben Jahrehernach ließ er den ungarischen Gra-fen Serini, Nadasti, Fraugipaniund andere, welche sich wider denKayser empören wollten, die Köpfeabschlagen. AIS Ludwig XIV. 1672.die Republik Holland überfiel, nahmsich Leopold ihrer an, zog sich dar-über einen Krieg mit Frankreich aufden Hals, worinn bis an denNtm-wegischen Frieden 1679. bald die-ser bald jener Theil Schläge bekam.Als die mißvergnügten Ungarn dieTürken um Hülfe anriefen, kam derGroßvezier 168). mit mehr als100000. Mann vor Wien. Sieberenneten die Stadt den »4. Jul.

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und brachten sie der tapfern Gegen-wehr des Grafen von Stahrenbergsungeachtet in die äusserste Noth, bi«der König von Pohlen, die Chur-fürsten von Bayern und Sachsen,der Herzog von Lothringen und an-dere Prinzen die Stadt den 1 r.September entsetzten, und zugleicheinen vollkommenen Sieg über dieUngläubigen erhielten. Die Türkenwurden hierauf noch zu verschiedenenmalen zur Niederlage gebracht, undverlohren alles wieder, was sie inUngarn erobert hatten, bis sie end,lich 1699. ju Carlowiz einen vorLeopold höchsträhmlichen Friedenoder vielmehr Stillstand auf 25.Jahr geschloffen. Inzwischen hat-ten die französischen Reunionskam-mern neue Händel mit dieser Kronenach sich gezogen, welche zwardurch den Regenspurger Stillstandvon 1684. auf 20. Jahr beygelegtwurde, wie wohl hiedurch alles,was Frankreich den 1. Aug. ,68r.in Besitz hatte, neben Straßburgin seiner Gewalt blieb, endlich aberdoch, da noch andre Sachen dazukamen, 1688. in einen öffentlichenKrieg ausbrachen, nachdem derKayser schon vorher den 9. Jul.i6zs. zu Augsburg mit einigenReichsfürsten ein Dündniß zu Ver-theidigung des Reichs geschlossenhalte, gleichwie in eben diesemJahr auch die siebenbürgischenStände dergleichen zu seinem grossenVortheil mit ihm errichtet. DerKrieg mit Frankreich wurde auf al-len Seiten mit Macht geführt, bisendlich den ;o. October 1697. zuRiswyk Friede gemacht wurde,worinnen der Kayser und das Reichallen ihren Ansprüchen auf Straß,bürg entsetzt, dargegen aber Brey,sach,Freyburg, Kehl und Philpps«bürg wieder bekommen haben.Bald darauf zündete der Tod desKönigs in Spanien 1700. einen

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