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St. kirn, einem Reformirten, Be-kanntschaft, der bey dem Marquisvon Valavoir, General des sranzö-silchen Fußvolks in Diensten war,und saß-e durch seinen Umgang soviel, baß die Prophejeyhung seinesVetters, er würde noch ein grosserKetzer werden, in ihre Erfüllunggierig. Einige Monate hernachbekannte er sich zu Lausanne öffentlich zur reformirten Kirche. Jo-hann Anton Guerin, ein berühmterArzt, bey dem er sich aufhielt, warso vergnügt darüber, daß er ihmseine Tochter gab. Leti setzte sichmit derselben im Jahr 1660. zuGenf, blieb wohl rc>. Jahr da-selbst, und unterhielt beständigenBriefwechsel mit den Gelehrten be-sonders in Italien. Im Jahr1674. ertheilte man ihm unentgeld.lich das Bürgerrecht, so noch nie-mand wiedersahren war. FünfJabre herw.ch kam er nach Frank-reich, und gicng im Jahr 1680.nach Engelland. Carl H. nahm ihngnädig auf, schenkte ihm nach derersten Audienz 1000. Thaler, undversprach ihm die Stelle eines künig.liehen Historiographus. Leti schriebhierauf die Historie von Engelland.Weil sie aber dem Hof mißfallen,mußte er das Königreich räumen.Leti gierig nach Amsterdam , wardGeschichtschreiber der Stadt, undstarb plötzlich den 9. Juri. >701.Er war ein unermüdeter Schriftstel-ler, und sagt selber in seinem l'ea-rro beigico, daß er drey Tage inder Woche täglich i». Stunden,die übrigen aber sechs Stundenschreibe. Man hat daher eine un-gerKine Menge Schriften von ihm,wovon die meisten italiänisch ge-schrieben sind. Die vornehmsten, soauch ins französische übersetzt wor-den, sich: il dliporismv cli I<oma;In L-Ionarcliia universale clel R.LI^uiM XIV; Vics-li Liü« V. Vi.
Le Lzr-
rr clel Lsrolico U.6 klülippc» Ik.Virr clell' Imperaäore Larlo V.Ilkoria cli Llisadeka Idegina; Illo-ria e memorie recon^ice sonra allrvira cli Olivcrio Oromvelle; Virrcli kierro 6iron Ouci ä' Olluns,und viele andere. Alle seine Schrif-ten sind mit Feuer und auf eiue ge-wichtige Art geschrieben; nur ist die iSchreibart beiffend, sachlich undalljuweitläustig. Auf seine Richtig-keit kann man sich nicht allzusi-cher verlassen, obwohl Clcricus,sein Tochtermaan, solche sehr an-rühmt.
Levau, s. Vau.
Leucippus, ein berühmter griechi-sch.r Weltweiser, des Zeno Schü-ler, von Adders, nach andern abervon Elea oder Mcletus gebürtig,erfand zuerst das berühmte Systemvon den Atomen und vom leerenRaum, worinn er den DemocritvSund Epicurus zu Nachfolgern hat-te. Die Hypothese von den Wir-beln, die hernach DescarteS voll-kommener gemacht, ist gleichfallseine Erfindung des Leucippus, wieHuetius sehr klärlich bewiesen bat.Man findt so gar in dem Lehrgebäu-de des Leucippus den ersten Sag- !men von dem grossen mechanischen ^Grundsatz, dessen sich Desrartes sonachdrücklich bedient hat, ärmlich:daß die Rörper, in ihrerBewegung, sich so viel mög-lich von ihrem Mittelpunktentfernen wollen. Denn diesergriechische Weltweise lehret, daßdie kleinste von den Aromengegen dem leeren Raum Hinsausgerrieben werden, da dieübrigen beysammenbieiben.Also haben Kepler und nachmalsDesrartes in der Materie von denWirbeln und von den Ursachen derSchwere den Leucippus zum Vor-gänger