Band 
Zweyter Theil.
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nach 1600. Jahre gebrannt habe»mußte. Licetus bemüht sich, seineMeynung noch durch andere ähnlicheBeyspiele zu behaupten: AlleinOctavius Ferrari, Professor derschönen Wissenschaften zu Fcrrara,hat ihn -68s. sehr wohl widerlegtin seiner Abhandlung: äe vererumlucernis lepulcralibus. Er je-'gtdarinn, daß diese sogenannte ewi-ge Lampen, bey welchen man einunverlöschlichesOel vermuthet, nichtsanders seyen als Phosphori, welchesich auf einige Zeit entzünden, wannsie an die Lust kommen.

Licinia, ein Vrstalinn, wurde mitzwey andern Aemilia und Marciaum 11 r. Jahr v. C. G. am Lebengestraft, weil sie ihr Gelübde derKeuschheit gebrochen.

Licinianus, s. Licinius.

Licinius, Bischof zu Angers imJahr 586. der den i.Nov. 605.gestorben.

Licinius, (Cajus) ein Tribun desVolks, aus einer der angesehensten ple-bejischen Familien zu Rom, wurdevom Dictator Manlius ;6s. Jahrv. C. G. zu seinem General derReuterey erwählt. Licinius warder erste aus dem Volk, der dieseBedienung bekleidet. Er hatte denBeynahmen Gcolo, das ist, einunnützes Nebenschoß, weil erwährend seines Tribunatö mit demScrtius ein Gesetz gegeben, daßkein römischer Bürger über 500.Morgen Lands besitzen sollte, unterdem Vorwand, daß die, welchemehr haben, ihre Bäume von denunnützen Nebenschossen nichtreinigen könnten. Diese beyde Tri>,dune ordneten ferner, daß die Zinse,welche von den Schuldnern bezahltworden, von dem Capital abgezo-gen, und das übrige in drey Jahrenabgetragen werden ; und daß in Zu-

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kunst von den zwey Bürgermeisternallzeit einer aus dem Volk genom-men werden sollte. Beyde Tribuneerhielten auch, vermöge dieses Gese-tzes die Bürgermeisterliche Würde,nemlich Sertius; 6 r. Jahr v. C. G.und Licinius zwey Jahre hernach.Diß sind die zwey erste Bürgermei-ster, aus den plebejischen Geschlech-tern. Licinius Stolo gab diesesGesetz aus Anstiften seiner Frau,welche hochmüthig und ehrgeitzigwar, und weil ihre Schwester anden Bürgermeister Sulpitius ver-heyrathet war, nicht geringer seynwollte als diese; s. Lrassus.

Licinius, (Cajus) mit dem Bey-nahmen Lalvus, ein vortreflicherrömischer Redner zur Zeit des Ciceround guter Freund des Catullus, warein Sohn des Licinius Macer,eines der besten Dichter seiner Zeit.Er redete vor Gericht mit solchemNachdruck und mit solcher Bered-samkeit wider den Vatinius, daßdieser, aus Furcht verdammt zuwerden, seines Gegners Rede unter-brach , und zu den Richtern sagte:wie?ists auch recht, daß ichnoch verdammt werde, damein Ankläger so beredt ist sMan hat nichts mehr von des Lici-nius Reden.

Licinius, (Publ- ) mit dem Bey-nahmen Tegula, ein berühmter la-teinischer römischer Dichter, lebteum roo. J.v.C. G.

Licinius, (C. Flav. Valeriaous Li-cinianus) römischer Kayser, wareines bauschen Daurs Sohn. Erschwang sich vom gemeinen Solda-ten zu den höchsten Kriegsbedienun-gen empor, und wurde den n. No-vember ;c>7. von seinem altenFreund Galerius, dem er im persi-schen Krieg wichtige Dienste gelei-stet, zum Kayser erklärt. Er be«Dddd ; kam