Band 
Zweyter Theil.
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gebracht, war zu Wrington , dreykleine Meilen von Bristol, i6;r.gebühren. Sein Vater diente alsHauptmann währender bürgerlichenUnruhen unter den Völkern desParlaments. Locke studirte anfangsin der Schule von Westmünster zuLooden, hernach zu Orsorb in demCollegio Christi. Er wurde einMitglied diese« Collegii, und zeigtedaselbst so viele Fähigkeit vor dieWissenschaften, daß man ihn schonvon da an vor einen der geschickte«sten und scharfsinnigsten Kunstrich«ter seiner Zeit hielt. Allein dieArt, nach welcher man zu Orsordstudirte, gefiel ihm nicht lange, weilman daselbst von nichts als von pe-ripatetischen Grillen und unnützenSpitzfindigkeiten wußte. Er ver«warf das förmliche Disputiern, wie«s aus hohen Schulen üblich ist, undbehauptete, daß es zu nichts diene,als die Vorurtheile zu unterhaltenund Wind zu machen. Die Bücherdes Cartesius brachten ihm deu er«sten Geschmack vor die Weltweisheitbey. Denn ob er gleich nachgehend«von den Meynungen dieses Wrltwri«sen weit abgegangen, so lobte er dochimmer seine kehrart und seine Deut«lichkeit. Locke legte sich hierauf aufdie Arznrykonß, und brachte es,oach Sydenham« Zeugniß, weitdarinnen Er trieb sie aber wegenseiner schwächlichen Gesundheit nie«mal«. Im Jahr > 664. begleiteteer als Sekretär den Ritter WilhelmEwan nach Deutschland, der alsGroßbrittanuischer Gesandter zu demChurfürsten von Brandenburg undeinigen andern Prinzen abgieng.Das Jahr darauf setzte er seineStudien zu Orfort wieder fort, undlegte sich vornemlich auf die Natur-lehre. Aus dieser Gelegenheit warder >666. mit dem Lord Ashley,nachmaligen Grasen von Shastes«burp bekannt, der ihn hinwiederum

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zu der Bekanntschaft und zum Um-gang mit den schönsten Geistern undgelehrtesten Männern seiner Zeit ver«half, und eine Freundschaft mit ihmerrichtete, die nur mit dem Tod auf-gehört. Im Jahr >66z. giengLocke mit dem Grasen und mit derGräfinn von Northumberland nachFrankreich. Als er nach Engellandzurückgekommen, zog er wieder indas Haus des Lords Ashley ein,bey dem er schon vorhin gewohnt,und übernahm die Erziehung seinesSohns. Nachdem dieser Herr167,. Großkanzler von Engrllandworden, machte er Locken zum Se-kretär bey denen Präsentationen derDeneficien. Locke behielt diesenPlatz bis ,67;, da der Lord dasgrosse Siegel dem König zurück gab.In eben diesem Jahr ward er Se-kretär bey einer sehr einträglichenCommerzcommiffion. Allein, siegieng 1674. auch wieder auseinan-der, und Locke, der eine Schwind«sucht befürchtete, gieng nach Mont-pellier, wo er lange Zeit blieb.Hier wurde er mit dem Lord Her-bert, Grafen von Pembrock bekannt,dem er hernach seinen Traktat:Versuch vorn menschlichenVerstand, zugeschrieben. VonMontpellier kam er nach Paris, woer mit Justel Guenrlon, einem ge-schickten Arzt von Amsterdam, mitToinard und andern GelehrtenFreundschaft machte. Als einigeZeit hernach der Gras von Shastes«bury sich nach Holland flüchtete,gieng Locke zu ihm dahin, und wun-de mit Limborchen, le Clere undandern Gelehrten bekannt. Manbeschuldigte ihn damals, er sey derVerfasser zerschiedener kleiner Schris.ten wider die englische Regierung,welche in Holland gedruckt wurden,und er verlohr darüber die Stelle,die er im Christcollegio zu Oxfordhatte. Ob man nun gleich nachge«E « » e ; hends