Band 
Zweyter Theil.
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hends erfahken, daß selbige Schelf»ten nicht von Locken, sondern vonandern Verfassern hergekommen, soerhielt er doch die verlohrne Stellenicht wieder. Nach König CarlsII. Tod bot ihm Wilhelm Penn an,ihm bey Jacob II. Gnade auszuwür-ken; allein, Locke gab zur Ant»wart: Ich habe kein verbre-chen begangen, und bin alsonicht fähig begnadigt zu «er-den. Nachmals flocht man ihnin die Verschwörung des Herzogsvon Monmouth ein, ob er gleichkeinen Umgang mit diesem Prinzengehabt. König Jacob ließ daherdurch seine Abgesandten auf seinenud 8z. anderer Personen Ausliese»rung bey den Generalstaaten antra-gen, und Locke war genöthigt, sicheinige Monate versteckt zu halten.Gurnelon, den er zu Paris kennenlernen, kam ihm in diesen Umstän»den wohl zu statten. AIs man seineUnschuld erkannt, ließ er sich wiederöffentlich in Holland sehen, undgenoß allgemeine Hochachtung. ImJahr 1689. gienq er aus eben derFlotte.wieder. nach Engelland, webche den Prinzen von Oranien dahinübergeführt. Er hätte damals leichtansehnliche "Bedienungen erhaltenkönnen; er begnügte sich aber mit derStelle eines Appellationscommissa-rius, die etwan rooo. deutsche Gul-den einträgt. Um eben diese Zeittrug ihm der Hos auf, als Envoyöan den kayserlichen oder an einigeandere Höfe zu gehen, wo ihm diekuft vorträglicher vor seine Gesund»sundheit zu seyn schiene. Er schlugaber diesen Antrag um seinerSchwächlichkeit willen aus. ImJahr 1695. ward er Commissariusder Commerzien und der englischenColonien, so ihm jährlich 1000.Pfund Sterlings eintrug. Er per»sahe dieses Amt mit vieler Vorzüg-lichkeit bis 1700. da er sich dessek-

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ben begab, weil ihm die Londner-Luft zuwider war. Er war unterdenen, die sich am meisten bemühe»ten, dem Parlament begreiflich zumachen, baß kein ander Mittelübrig sey , die englische Commerzienzu retten, als man lasse die Münzenauf gemeine Unkosten umprägen, oh»ne ihren Werth zu erhöhen. Nach»dem er sich seines CommissariatSbegeben, hielt er sich zu Oates,zehen Meilen von Londen, bevmRitter Marsham auf, der viele Lie«be und Hochachtung vor ihn hatte.Hier brachte er das Uebrige seinerTage vollends zu, legte sich starkauf die H. Schrift, und starb den- 8 . Oct. 1704. Man hat vieleSchriften von ihm, die seinenNahmen verewigt haben. Die vor«nehmste sind: äs InrelleLtukumsno,so englisch geschrieben, von Costeaber unter den Augen des Verfas-sers ins französische und von Bur-ridg ins lateinische übersetzt worden:die beste englische Ausgabe ist dievon 1700. in Folio; <>e u.egimineLivili, so auch englisch geschrieben,und schlecht französisch übersetzt wor-den; TpillolD äs'I'oleramia; eini-ge Schriften das Commerz« undMünzwesen betreffend f von Er-ziehung der Rinder, so auchins französische übersetzt; 6 e katio-nolirars rcligicmis cdrittianL, nebstz. Briefen an Stillingfleet über die-ser Schrift > kliaraplirales über ei-nige paulinische Episteln, rc. Sei-ne sämmtliche Werke sind 1714- zuLonden in ;. Folianten wieder auf-gelegt worden. Man trist vielenWitz, Critick und Philosophie undeine grosse Kenntniß der Welt, derSitten und der Künste darinnen an.Locke pflegte zusagen: DiewiHen«schafr der mechanischen Rän-fte halte mehr wahre phi,kofophie in sich, als alleSysteme, Hypothesen und

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