Band 
Zweyter Theil.
JPEG-Download
 

rz7i Lo

jedermann geschätzt wird. Er mach«te hieraus einen Bacchus in dieGärten von Versailles, einen Zar»nus nach Märiy, nebst vielen Stü-cke.. von Metall, worunter eineAndromeda von grossem Ge-schmack Den »9. May 17,7. er-wählte ihn die Academie rum Pro-fessor, worauf er als Rector dersel-ben den 1. Jun. 174). starb.Man bewundert vornemlich, waser an dem bischöflichen Pallast zuElsaßjabern gemacht hat, welchesalles von ihm ist. Er war ein voll-kommener Zeichner, hatte grosseGaben, und war besonders in Kö-pfen glücklich, vornemlich von jun-gen Mädchen, die er ungemein seinund nach der Wahrheis machte, sodaß man es vor des Corr^ge undParmesans Werke ansehen konnte.Wenn er sich besser nach dem Hofzu richten und die Umstände zu nu-tzen gewußt hätte, so wäre er einerder grösten Meister worden.

Lorris, (Wilhelm de) ein französi-scher Rechtsgelehrter und Dichterunter der Regierung des H. Lud-wigs, hat den berühmten Roman:de la Rose geschrieben. JohannClopinel, sonst Johann von Meun,hat ihn 40- Jahr nach des LorriSTod fortgesetzt.

Loch, (Johann Carl) erster Mah-ler des Kaysers Leopold, gebohrenzu München im Jahr iLn. lerntedas Zeichnen von seinen Anver-wandten, und war des MichaelAngelus und des Ritters LiberiSchüler. Er war besonders in derFarbenmischung stark, und starb zuVenedig 1698.

Lotharius!. Kayser in Occidentund König in Italien, Ludwigsdes Frommen ältester Sohn, wurde

Ls ,Z7r

von seinem Vater den ; r. Jul. 817.auf einer ReichSversammlung zuAchen zum Mitregenten angenom-men. Im Jahr 8,0. erhielt er dasKönigreich der Lombardey, und ver-band sich einige Zeit hernach mitseinen Brüdern, dem Vater die Re-gierung zu nehmen. Dieser gutePrinz ward im Jahr 8;o. und8zz. gezwungen, sich des Reichszu begeben; allein die Uneinigkeitseiner Söhne verhalf ihm wiederdazu. Als er im Jahr 840- starb,behielt Lotharius den Kaysertitrlallein. Er wollte hierauf die Staa-ten seiner Brüder, Ludwigs desDeutschen und Carls des Kahlen,anfallen, verlohr aber den »4-Aun.84». das berühmte Treffen bey Fon- Htenay, welches durch das häuffig !vergossene Blut Frankreich erschöpft,und ausser Staub gesetzt, sich widerdie Normänner und Saracenen zuschützen. Nachdem er noch eineSchlacht gegen sie verlohnn, mach-te er Friede, und bekam zu seinemAntheil die Kayserwürde, Italiennebst der Stadt Rom, die Proven-ce , die Grafschaft Burgund, dieLyonische und die übrige Ländereyen,welche an der Rhone, Rhein,Saone, Maaß und Scheide liegen.Lotharius hatte hieraus grosse Krie-ge gegen die Normänner und Sara-cenen auszustehen, bis er endlichder Welt gar entsagte, ins KlosterPrüm gieng, eine Mönchskutte an-legte, und 6. Tage hernach den »8.September 8fs. im 4;sten Jahrstarb. Er hinterließ drey Söhne.Ludwig bekam die Kayserwürdeund Italien ; Carl bekam die Pro-vence bis gen Lion und Lorha-rius das übrige, das sein Vater be-sessen, bis an den Ausfluß desRheins und der Maaß, welchesdas Königreich Lothringen

genannt