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genannt wurde; siehe seinen Ar-tickel.
Lothartus II. Kayser in Ocridentund Herzog in Sachsen, war Geb«hards S ohn, der ein Graf von Arns-berg, oder zu Quersurt und Supp-lingenburg gewesen. Er wurdeim Jahr n rr. nach Heinrichs V.Tod zum König von Deutschlandgewählt, und den 4. Jun.zu Rom vom Pabst Jnnocentius II.zum Kayser gekrönt. Man zog ihnConraden und Friederichen, zweyenschwäbischen Prinzen und der Prin«zeffran Agnes, Heinrichs V. Schwe-ster , Söhnen vor, woraus grosseUnruhen im Reich entstanden. Erstarb den 4. Decemb. n)7- in ei-nem Dorf an den Alpen, ohne Kin-der zu hinterlassen. Conrab m.war sein Nachfolger.
Locharius, König in Lothringen,war Kaysers Lotharius I. Sohn.Er verstieß seine Gemahlinn Theut-berga, um die Waldrade , eineBeyschläfferinn, zu heyrathen, wor-über er sich gar verdrießliche Hän-del zuzog. Er zog nach Italien sei-nem Bruder Ludwig wider die Sa-racenen zu Hülfe, und hoste hiedurchvom Pabst Adrian II. die Eheschei-dung zu erlangen. Allein, der Pabstließ ihn vielmehr schwören, undgab ihm die Communion daraus,daß er die Waldrade aufrichtig vonsich gethan habe. GleichenEyd müßten alle Grossen thun, wel-che den Lotharius begleiteten. Siestarben alle elendiglich kurze Zeit her-nach; Lotharius selber ward von ei-nem heftigen Fieber befallen, undstarb zu Placenz den 7. August. 86-.Don ihm hat Lothringen denNahmen.
Lorharius, König in Frankreich,Ludwigs Uederm Meer Sohn von
der .Terberga, Kaysers Otto l.Tochter. Er wurde im Jahr 941.gebohren, und im Jahr -52. zumReichsgehülfen angenommen. ZweyJahr hernach folgte er seinem Va-ter in der Regierung, und führtehieraus mit Kayser Otto II. wegenLothringen mit ziemlichem ErfolgKrieg, dem ers endlich, jedoch als einfranzösisches Lehrn im Jahr 980.überließ, wiewohl letzteres von eini-gen in Zweiffel gezogen wird. Sei-nem BruderCarl trat er das Herzog-thum Niederlothringen ab, welche-den Grossen des Reichs sehr mißfiel.Er starb zu Eompiegne den r. Merz986. im 4f> Jahr an Gift, dasihm seine Gemahlinn Emma beyge-bracht. Sein Sohn Ludwig derFaule war sein Nachfolger.
Lorichiue, (Peter) ein berühmterAbt des Klosters Schlächtern in derGrafschaft Hanau, gebobren imJahr isoi. machte sich durch seineGelehrsamkeit uud Frömmigkeit be-rühmt , führte die Reformation inseinem Kloster und in den davonabhängenden Oertern ein, und starbim Jahr 1x67.
Lotichius, (Peter) ein geschickterArzt und einer der grösten Dichter,welche Deutschland hervorgebracht,war des vorhergehenden Bruders«söhn, und nahm zum Unterschiedden Beynahmen Gecundus an.Er war zu Schlächtern in der Graf-schaft Hanau im Jahr iz-rg- ge-bohren, that nach vollendeten Stu-dien schöne Reisen, diente einigeZeit im Krieg, setzte sich hierauf zuHeidelberg vest, trieb die Arzney-kunst daselbst, und starb in seinenbesten Jahren is6o. Man hatSchriften und besonders vortreflichelateinische Gedichte von ihm. SeinFfsf» jüngerer