Band 
Zweyter Theil.
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kanntzu machen, wie er denn «er,schiedene Schriften daselbst ausgefer-tigt. Nach seiner Rückkunft nachHalle 1700. ward er königlicherRath, und bekam verschiedeneSchriften das Haus Brandenburgbetreffend auszuarbeiten. Im Jahr170;. trat ihm Cellarius die histori-sche Prosession ab, woraus er imJahr i7«>4.Doctor, das Jahr her-nach aber ordentlicher Professor derRechtsgelahrheit wurde. Im Jahr1722. trug ihm der König die Wür-de eines Kanzlers der UniversitätHalle aus, nachdem er schon 171-.in Adelstand erhoben worden. Erstarb den 7. September 174). Erhat sehr vieles geschrieben, und sichzuweilen unter die Nahmen Lud-wig perer Giovanni, Joh.pecer von Hohenhard undpharanmndt Lhlodovät ver-steckt, darneben aber auch grosseStreitigkeiten mit andern Rechtsge-lehrten gehabt. Seine vornehmsteSchriften sind: Lcriprores rerumOermsnicsrum , in 2. Bänden;Opulculr milcellr, in 1. Bänden;OonliliL Hslenlium lÄorum, m 2.Theil; 6 er«<r-tt'-r, erc.

Lünig, ( Johann Christian) einHi-storicus, war zu Schwabenberg inder Grafschaft Lippe den 14. Oct.1662. gebohren, studirte die Rech-te zu Helmstädt und Jena, giengmit einigen jungen Herren von Adelals Hofmeister nach Italien, Engel-land, Holland und Frankreich, auswelcher Reise er die Archive undSeltenheiten zu besehen und kennenzu lernen Geleaenheit hatte,,übtesich nach seiner Rückkunft einige Zeitin Prari, gieng daraus nach Rom,wo er sich 9 Monate aufhielt, undnebst den Klostcrbibliothecken die Ar-chive fieissig besuchte. Von dagieng er nach Loretto, Venedig und

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durch ganz Italien nach Sicilien,und von da zurück nach Nürnbergund in andere deutsche Reichsstädte.Zu Hamburg traf er bey des däni-schen Gesandten Secretär seinen inJena gewesenen Stubenburschen an,mit dem er nach Schweden, Mo-skau und Dännemark reiset«. Ergieng hieraus nach Wien, trat beyeinem General in Dienste, mit demer einen Feldzug gegen Frankreichthat, und machte sich inzwischen mitdem Sächsischen General Flemmingbeliebt, auf dessen Empfehlung erAmtmann zu Eulrnburg und nachs. Jahren Stadtschreiber zu Leipzigwurde, wo er den 14. August.,740. gestorben. Seine vornehm-sten Schriften sind: DeutschesReichsarchiv in 20. Bänden;Neuvermehrtes Corpus JurisSsxvilici in Bänden, und anderedergleichen Sammlungen.

kugo , (Johann von) ein berühmterCardinal und einer der berühmtestenJesuiten seine- Jahrhunderts, warzu Madrit den,s. Novemb. 15«;.gebohren. Er hieß aber dannochSevilla seine Vaterstadt, weil seinVater sich ordentlicher Weise da-selbst aushielt. Im Jahr 16»;.trat er in den Orden der Jesuiten,und vertheilte, als sein Vater starb,seine Erbschaft, die sehr ansehnlichwar, unter die Jesuiten von Sevil-la und von Salamanca. Nachdemer die Philosophie und Theologie inverschiedenen ColleqiiS gelehrt, schick-te man ihn nach Rom, die Gottes-gelahrheit daselbst zu lehren, da-rr auch mit Ruhm that. PabstUrban vm. machte ihn den 14.December >64;. zum Cardinal,und bediente sich seiner in vielen Ge-legenheiten. Der Cardinal vonLugo zeigte grosse Gutthätigkeit ge-gen die Armen, und starb zu RomHhhhr bea