Band 
Zweyter Theil.
JPEG-Download
 

starb alt Bischof zu Lyon im Jahr

54».

»5- Lupus, Bischof zu Sems im VII.Jahrhundert, des Detto Sohn,war mit der königlichen Familie ver-wandt. Er war in dem Kirchspren-gel von Orleant grbohren , und stell-te von Kindheit auf ein Muster derLugend dar. Er folgte im Jahr 609.im Bisthum Sens auf den H. Ar-temus, war beym König ClotariutH. in Gnaden, und beym Volk be-liebt, und starb den i. September

6rz.

Lupus, Abt zu Ferieres im IX. Jahr-hundert, daher er auch Ferrarien-sis genennt wird, war einer dersrömmesien und gelehrtesten Möncheseiner Zeit. Er wohnte im Jahr844. der Kirchenversammlung zuVerneuil bey, und setzte die Cano-net desselben auf. Carl der Kahleund die Bischöffe von Frankreichtrugen ihm wichtige Geschäfte auf,und er hinterließ viele merkwürdigeund wichtige Werke, wovon Dalu«zius 1664. eine Ausgabe mit An-merkungen herausgegeben hat.

Lupus, (Christian) ein gelehrter Au-gustinermönch undvortreflicher Theo-iogus des XVII. Jahrhunderts, vonUpern gebürtig, lehrte die Welt-weisheit tu Cölln, hernach die Got-tesgelahrheit zu Löwen mit aufferor-bentlichem Ruhm. Er bekleidetehieraus die wichtigsten Bedienungenseines Ordens in seiner Provinz.Pabst Clemens IX. wollte ihn zumBischof und pim Intendanten seinerEacristey machen; allein Lupus schlagbeyde« beständig au«. JnnocentiusXI. und der Großherzog von Tosca-na gaben ihm auch öffentliche Merkmale ihrer Hochachtung. Er starbzu Löwen 168'. im 7vsten Jahr.Die vornehmsten unter seinen vielen

Schriften stnd: Lclwlir « norse mLsnonev ee ciecrerr L^noclorumge-neralium er provincirlmm; cle gp.xeüsrionibus sä seciem R-omrnnm;Dill. äe Lonriicione er arcrikione ;üe 8ynoäo Lpkelina; cle Llislceclo.nenü, erc. Alle find sehr gelehrtgeschrieben. Seine Werke stnd - 7»4»zu Venedig in 1». Folianten heraus« ^gekommen.

Lusinius, ( Ottomannus) ein ge-schickter Schriftsteller des XVI. Jahr«Hunderts, hieß sonsten Nachtigall, jund war aus Straßburg gebürtig. !Er hat vieles geschrieben. Man -schätzt vornemlich die lateinische ?Uebersetzung der Z^mpoliLcorumdes Plutarchs und der Reden des ^Jsocrates an den Dämonien« undNicocles.

Lusignan, ( Guido von) auch Lu-ztgnan, des Hugo von LusignanSohn, der um H64. gestorben,war aus einem der vornehmsten undältesten Häuser in Frankreich ent-sprossen, und that eine Reise überdas Meer nach Orient, wo er Grafzu Jaffa und Ascalon wurde. Erheyrathete hierauf die S ibylla, älte-ste Tochter des Königs Almarich zuJerusalem und Wittwe des Marg-grasen Wilhelm von Montserrat,mit dem langen Schwerd ge-nannt, und ward selber auch Königzu Jerusalem. AIs aber Saladindie Stadt und fast da« ganze Landeingenommen, verkaufte er den Ti-tel eines Königs zu Jerusalem anKönig Richard von Engeiiand vordie Insel Cypern. Er nennte sichdemnach einen König von dieser In-sel, und starb auf derselben 1194.Almarich von Lusignan seinBruder folgte aus ihn. Sein Hausbesaß das Königreich Cypera bis-47z.

kussan,