Band 
Zweyter Theil.
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wunderung aller auf sich wegen derBallette, welche Ludwig XIV. jähr-lich vorstellen ließ, und machte dieArien da,u, worüber er die Stelleeines Surintendanten von der Mu-sik des Königs erhielt. AIs einigeZeit hernach Perrin die Opera inFrankreich eingeführt, und sich mitseiner Gesellschaft entjweyte, trat ersein Privilegium an den Lulli ab.Dieser berühmte Musicus brachtehieraus die Opera zu ihrer Vollkom-menheit , und hatte beständigenBeyfall. Lulli gab, von dieser Zeitan alle Jahr ein Stück von seinerArbeit aus das Theater, und starbim Merz 1687. Mau hält seineWerke mit Recht vor Meisterstückein der Musik.

Lullus, (Raymund) ein berühmterSchriftsteller des XIII. Jahrhun-derts, wurde Ooctor Illuminskusgenannt, und war i-;r. auf derInsel Majore« gebohren. Er legtesich mit einem Fleiß, der nicht zuermüden war, auf die Weltweieheitder Araber, aus die Chemie, aufdie Arzneykunst und Gottesgelahr-heit, und erwarb sich durch seineSchriften grossen Ruhm. Er woll-te hierauf in Africa das Evangeliumpredigen, und wurde in Maurita-nien den 19. Merz 1; 1 f. mit Stei-nen todt geworfen. Man verehrtihn in Majorca, dahin sein Körpergebracht worden, als einen Märty-rer. Wir haben noch viele Schrif-ten in allen Wissenschaften von ihm,worinn man vielen Fleiß und Spitz,fündiqkeit, aber wenig Gründlichkeitund Beurtheilungskrast antrift. Manbesorgt zu Maynz eine neue Ausgabederselben. Man muß ihn nicht mitRaymund Lullus von Terraca,Neophytus genannt, vermengen, deraus einem Juden ein Dominikaner-mönch und hernach wieder ein Jud

worden ist. Dieser letztere kullusbehauptete abentheurliche Irrthümer,welche Gregorius XI. verdammthat.

Luca, (Petervon) s.Venedicrus.

Lund , (Johann ) ein evangelischerPrediger, gebohren den n. Sept.16)8. zu Flensburg, ward Diaco-nus zu Schleßwig, und starb deniz.Sept 1686. Man hat Jü-dische Heiligthümer in Foliovon ihm-

Lundorp, ( Michael Caspar) einHistorie»« von Frankfurt an, Mayn,hat SIeidanS Historie fortgesetzt,dem er aber bey weitem nicht gleichkommt. Seine Fortsetzung gehtbis 1609. in ). Theilen. Man hatauch Acta Publica und Noten überden Petronius unter dem NahmenGeorg Erhard rc. von ihm.

H. Lupus, Bischof zu Troyes, vonToul gebürtig, heyrathete die Pi«meniola, des Bischof« Hilarius zuArles Schwester, und schied sich mitihrem guten Willen von ihr, als erim Kloster Lerins ein Mönch wurde.Er war r s. Jahr alt, als man ihnim Jahr 4»7. zum Bischof vonTroyeS erwählte, und that sich der-massen durch seine Tugenden unddurch sein Verdienst hervor, daß ervor einen der grösten Prälaten seinerZeit galt. Im Jahr 446. schicktenihn die Gallische Bischöffe nebst demH. GermanuS von Auxerre nachEngelland, um den dortigen Pela-gianismus zu bestreiken. Lupus giengnachmals dem Attila entgegen, be-wahrte die Stadt vor den Waffendieses barbarischen Feldherrn, undstarb den -9. Jul. 479. Man hateinen Brief von ihm, den Sirmondim I. Theil Loncil. krsnc. ans Lichtgestellt. Ein anderer H. LupusHhhh 4 starb