6s
_ Erstes Buch.
bern der Lebendigen. Daher einer zu Genf(n) Lonjugi incompara-tiili'seiner allerwerthesten Gemahlin auf den Grabstein gesetzt / lul,
/;sci3 äeäicLvir: ein ünderer allein die z. Buchstaben 8. O. HerrTschudi übersetzt diese Wort also :>r.har esbeyderBreir-Axr einge-weyher. Andere verstehen durch Eam, dasjenige Zr ftrument/wel-ches die Steinmetzen brauchen die Stein zu ebnen. Aber daß es eineAxt dedeuke/tst ab,«nehmen aus dem/daß bey einigen Monumemis (o),eine Axc oder ein Beil abgebildet wird. Die alte Teutsche c?) habenauf das austragen und verbrennen der Todte»/ nicht so viel Kosten ver-wendt als die Gallter.Sie verführten hierin« nach eines jeden Stand.
Je fürnehmer einer gewesen / je höher war der Holtzhauffen auf wel-chen man ihn gelegt. Der Haussen wurde mit Feuer angesteckt/ durchTeuWegewisse hierzu verordnete Persohnen,welche sich unsern Todtengräbern brauchengleicheren. Den bösen durch die Cörper verursachten Geruch abzu- varbey we-treiben/wurffen die Griechen wohlriechende Sachen tn das Feuer.Ja'Mgar Gold und köstliche Zierden. Die Teutsche thaten nichts derglei- ^chen. Doch pflegte man zusamt dem Todten zu verbrennen / dessenSchild/ Degen und andere Waffen. Bisweilen auch die Pferde.
it v.Wann der Cörper halb verbmnnen/Und daSFleisch durch daS^mmimFeuer verzehrt war/hat man die Gebein (dan am menschliche Leib wird die Aschmnichts zu Aschen als die Gebeine) aus dem Feuer gerissen/ stein einemm Töpfe,e -fernen oder erdenenGefäß (nachmal über das Feuer gesetzt, und also zuAschen verbrennt. Etwan legte man die Gebein in solche Gefäß/wannsie halb verbrunnen,ohne daß sie wiederum übers Feuer kommen. Bis,weilen blieben die Gebeine im Feuer liegen/ biß sie zu Aschen worden,alSdann man diese aus Beinen und Holtz vermengte Aschen sie aufzube-halten in die l/rnL8 sepuicbrules erden« Töpfg elegt. Unterschiedlichedergleichen Töpfe oder Kruge hat man gefunden;» Wmdisch/Genf/rc.
Zween solcher werden zu Königsfeldem andere zu Zürich und sonst hinund wieder gezeiget. A rche verselbigen sind ztmltch groß/ so daß viel-leicht Aschen von gantzen Houßhalkungen darin» aufbehalten worden.
Doch seil (r)diese Aschen erst am dritten Tag aufgefaffet,urd mttWei«begossen worden seymam daß das Feuer mit einem iieblichenGeruch ge-leschet wurde. SoicheAsche dörffte niemand einiger Massen mißhandle»/aus Forcht der rerstordeoen Planes werden es rächen. Dessen wurdendieLedende bisweilen crinert aufder Grabschricht.Von derBedräuung/i. Theil. I Olla
(n) 8^lln.!.^.^Lrs.r.o Z4i.Z4r.Z7A. (>>^ ben. 82^21.16.l-.l. c. 4. (^>) ^acic.c!e 6LrmLN.<^vII.cum ^il!icb.l8oci5. (cj) 8j>on. «eckeick. r; 8. 2sy.
r) 8ckeä, cle OIn (Hermrn. 8vr>c. r. c. 4A. c. 48.