Band 
Erster Theil
JPEG-Download
 

izc> Helvetischer Kirchen-Geschichten_

denen.welcheu das Heydenthum noch tm Busen steckte,zumAberglaubenicht mißbraucht wurden. Auch lesen wir nicht, daß dieThebeer,als sie-erben sotten,Crucifix in die Hände genomen, Iesus Maria geruffen;oder Jesus Maria Joseph noch Bilder geküßt,wie die heutigen Pa-pisten in TodeS'Nötye» thun hetffen, und selbst thun (r). Wir lesennicht, daß fie vor ihrem Tod gebeichtet,die Straf des Fegseuers vor ih-rem Abscheid abgebättet daß fie bey ihrem LebenBilder mit fich herum-getragen,denselbigen geräuchert,re. Crucifix aufgerichtet, oderanderenetwas dergleichen zuthun befohlen, oiareanus schreibt, fie seyen darumvonGlarus gewichen,weilen sie nicht leiden wollen,daß man sie fürGöt-ter halte (u).Dann die Leute waren an das gewehnt, daß fie denen gött-liche Ehr bewiesen, welche bey Gott in grossen Gnaden waren. Alsowollen auch die zu Glaris (nach oisresm Bericht) gegen S. Felixund dessen Schwester thun: an denselbigen eine gleiche Abgötterey be-gehen,welche sie zuvor an kiarre, iviercurio,SLc. beganzen.Aber sie hiel-ten davor,solches skye mams pompL (sagt LIaresnus) ein eireles Ge-präng, und nahmen Abschied von ihnen. Wann nun die ersten Evan-gelischen Prediger in Helvetia,nichts dergleichen ins Land gebracht,wiedarf man uns anklagen,wir seyen von der Lehr derVor-Elteren abge-fallen ! Sind die Thebeer durch die Gnad Gorres, ohne solche leiblicheÜbungen stlig worden, so ist es unbillig, daß man diejenigen, welchediese Gebrauch, nachdem sie nach und nach eingeschlichen, widerum ab-geschaffet haben, verdamme. äkor. i z: I I. Man muß Christum alsobehalten,wie man ihn gelerner Lplr.^O.

DieApo. vm. Die Kirche Gottes ist schon durch die H.Apostel, wegen desAntichriffen gewarnet und erinnert worden, dessen Verführung werdeMSN nicht darin» bestehen,daß er änderst und anders lehren werde, als die H.Apo-«krlaffen/ stel, und andere so Christum im Fleisch gesehen und predigen gehört ha-ben, deßwegen die H. Apostel offt eingeschärft: »»Stehet und hattet an„den Ansehungen,welche ihr gekernet habet, eS seye durch unsere Wort,,»oderdurch unseren Brief,r.i'keün i z. Was ihr von Anfang gehöret„habet, das bleibe in euch,so daß in euch bleibet,was ihr von Anfang ge-höret habet,so werdet ihr in dem Sohn und in dem Vater bleiben.Die„Salbungdie ihr von ihm empfangen habet,bleibet in euch, und ihr ha-lber nicht vonnöthen,daß euch jemand lehre, sondern wie euch dteselbtge„Salbung lehret, also ist es wahrhaffdund kein Luge. i.^ob.r: 24. 27.Siheauch 2 (sob. v. 6-9. wer im Sohn und in dem Varer Klei-der/ das iß, wer das durch Gott den Sohn erworbene, und von

Gott

(r) Viä. O-U. üb. clt.Iib.i.c-A. (u) tioccinx. ttiK. L. 1.8.x.