4l6 Helvetischer Kirchen-Geschichten_
N C G. Weitlciuffigk.it ein V^ccor, der schrifftlich nichts zuwegen brachte, er8r-;. klagte sich gegen Kayser Ludwig mündlich, Rodericus halte ihm vieldurch den Güter vor, welche von Jhr.Maj.Herren Vater,und anderen Vorfah-Kavler be-re„, dE Churischen Bischthum geschencket worden. Der Kayserschi nc ^ftrtigete den Bischoff Beruold von Straßburg,Abt Gottfried zu S.Gregorien, Grasvon Rotharn und Rodericnm selbst. Bericht einzaho-/ len. Nachdem er selbigen empfangen, hat er der Krrch zu Chur alles/ entwendete widerum zugestellet. Und weilen sich Bischoff Victorferners erklagt, man habe ihme die Wster, Pfründen, Zehenden, undandere Bischoffi-Renten entzogen, hat der Kayser befchlen,daß wederder damalige, noch der könfftige Bischoff an der Bifchvfflichen Verwal«tung gehinderet werde. Victor brauchte in solchen GesandtfchaffienVerendarium, welcher noch selbigen Jahrs (auf Victoris Ableiben)8,6. Bischoffworden. Dieser war bry Hof so wohl angeschrieben, daßbeschickt, der Kayser thue samt dessen Kirch in Schutz genommen, kein Frembdersolle ihnen neue Satzungen auftringen dörffen, auch die Freyheit ge-geben, daß dessen Bischoffliches Schiff auf dem Wahlenstatter-See,, ohne Zoll fortgeführt werden möge (p).
Römische Ä« gleichem Jahr hat der, Bl. 390 . gedachte Einhardus, dieHeiMm. von Rom heraus gebrachte Leiber S. Marcellint und S- Petri, zuSolothurn (cs) mit grossem Gep cing abholen, und in seine im Oden-wald neu-gebauete Kirch tragen laffen.Wer aber die Mühe nimt, dieseunter Etnhardi (r) Nahme ausgegangene Legend zrrlesen, muß geste-hen, daß die Römer,deren solche Hestthum gewesen, Betrüger,diejeni-gen, die sie ihnen abgenommen, gar zu leichtgläubig gewOn.
8rs. Mithin;» liesse Gstt über die Christenheit, schwerMericht erge-Hcwelie, Heu.Die Saracenen kamen aus Afrika über Meer nach Rom,plünder-en Sieg jbn das Vaticanum aus,die silbernen Thüren an S. Peters Kirch heb-Sarace. ten sie ab,aus der Kirch Macheten sie einen PstrdrStall.M nun Gabstmn. Gregorius i v. den Kayser um eilende Hüls ersuchte, sind unter Gutdo-ne Pukerla,(welchen Kayser Carolus aus einem Mayländifchen Edel-mann, zum MargM in der Lombardey gemachet) die nächstgelegneRbetier undHelvetter,aus dem Land Ury, Schweiß, Unterwalden,undHaßlethal in Italien gezogen. Als der Feind dieser Völckeren ge-wahr worden, zog er sich zurück. GuillimannuS setzet (§) hinzu, dieseHülfsvölcker haben den feindlichenNachtrab erreichet,und nieder gema-chet,
(p) 6uler. p. 9;. (q) Nrron. 8r6. n. r;.(r) 6e qu,ö,m ejus onsr-»lione ^vcnt. ^nnal. LFe ,'A-r ^
c»»v.»r'E, (r) ttelv. x.519. Cysüt VVM 4 - Wüldst. p« 148: