48o_ Helvetischer Kirchen-Geschichten _
N. C. G. Hochgedachter Kayser, hielte selbigen Jahrs das Weihnachtfest znCostantz.An S.Steffans-Tag kam er mit Salomo lns S. Gallische5wn,g Closter.allwo er z.Tag zugebracht.AlS daselbst die Schüler in gewobn-«^ter Ordnung in die Kirch geführt wurden,liesse der Kayser Apfel aufdie^ GaM .Erd sträuen M aber nur nicht der kleinste Schüler die Auge ,viclwent-Zu er in ger die Händ nach diesen Apften bewegt, sahe der Kayser solches mitleidiger Verwunderung an.Er begab steh auch in die Schul zuzuhören wie die
Schul Inaben lesen können, und legte ihnen Goldstückletn in Mund. Einerspcyete das Gold wieder heraus,von welchem der Kayser sagte: ilk üVIxerir-Konus ciuancloc^ue IVlonLcbus eritrwann dieser das Leben be-halreywird er ein guter Mönch werden.Ebe er denAbschetd genom-men omnium savsnrikus voris 6rfracerconicriplus (s),Hüter sichindtk
Eküdcr Mönchen Brüderschafft einschreiben lassen. Dann wie ä. o 7 5 5. undschaffm, 8 1 9 etliche Prälaten sich verbunden,wann einer aus ihrer Anzahl ster-dcr Liö- be sollen die üdergebliebnen für ihn bitten. Also haben aüch die Clöstertmcn. unter sich Bruderschafftcn angerichtet, daß so jemand in einem der ver-gsellfchaffteten Clösteren sterbe, man so wohl in den übrigen als in demCloster,in welchem ergelcbt,für ihn Meß halte und hätte. DergleichenGemeinfchafft soll schon C. 88 e. unter den Clösteren des Costantzi-fchen Bifchthums gewesen seyn, in welche Gemeivfchafft hernach auchandere Erster in benachbaurren Bischthümeren getretten seyen (K).Bald breiteten sich diese Brüderschafften weiter aus, dann auch andere(dieKayser selbst) begehrten darein zutretten. Dann zwar die FürbtttKönigliche für die Todten von geraumer Zeit für nothwendig, und das Gebätt derMüdigkeit Mönchen für sehr kräfftig gehalten worden. Den Mönchen war solche° Einbildung lieb und vortheilhafftig; weilen niemand mit lären Händen' inihreBrüderschafftkomen.DarumauchConradusjedemMöncheneinPfund Silber geschenckt;dieAltäre in SGalli und OthmariKirch mitTücheren bedeckt: Otvmarum gebätten (c), daß er vergesse was seineVorelteren Ruodhardus und Warinus ^.c.748. wider ihn verübt,und habe ihn mit Gold und Silber beschenckt. Ferner hat Conraduskmunitarem Ioci L Orimaläo coeprZM-Lcc.die durch GkiMaldUM erwor-bene, doch noch schwache Freyheit des Clofters, mit des Bischoffs gu-tem Willen aufs neue verschrieben und besiglet,auch diesem Clofterverehret,was dem Reich zu Stammheim zugehört, und dessen UrkundaufS.OthmarS Altar legen lassen. Vermehrte hiemit was CarolusCraffuS benMönchen,in der Weihnacht-Wochen zu verzehren verord-net:
(a) Lccarci. c. i. (b) 8uce^. Conti. 88s> (c) Inkareorum Lkrylotto-rr.um cxszikLdsnr.Cvnf. juk. il'Lipazn. clc Lrrvr. vul^i scK, 4. c. b.