Band 
Erster Theil
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_Helvetischer KircherrGeschichten_

^ wird (K) erzehlet, daß diesem Hertzogen,S.Verena zu Zurzach, darum

sr-i daß er derselbigen Stifft daselbst etwas entziehen wolle«,tn einem Luff.«

Gesicht erschienen; und daß die wegen heiligen und strengen Lebens,vonden Mönchen hoch gepriesene, zu S. Gallen abgesonderte Clausnertn >Wiborada,ihm wegen solchen Gettzes,GottcS Gericht angedräuetmndseye er darum bald bernach in Jtalta in einer Schlacht geblieben. Hin-gegen vergessen diese Leut, daß diese Clausnertn nicht weniger dem Cls-ftcr (i) selbst, ein Ungewitter vorgesagt, tn welchem 6e die Wiborada,ihr eigen Leben eingebüffet,eheder Reigen anBurkardum kommen,welcher im S. Gallischen ^nni verlärio kortiilimus ciux, und von Lang(k) ein tapferer Held genennet, und in gedachtem ^nniversario dieFürblltfür ihn, mit sonderbarem Ernst anbefohlen wird (l).

9 L 5 . Die Ungaren kamen durch Franckewüber den Bodensee,biß nachHunnen S. Gallen (m) . Die auf des Closters Lehen Gütern fitzende Edelleu-Ausen ", te, liessen den Abt stecken, »5d sahen zu sich selbst. Darum mußten diediesemCio Mönchen, gleich der übrigen Mannschafft, selbst in denHarnisch schlief-sen. Der Abt bedeckete den Pantzer,welchen er angezogen,mit einemStol;und das Haupt mit einer Mönch-Kappen.Jhre besten Sachen,führten sie in ein Schloß, welches sie ander Gitter aufgebauet und be-vestnet. Damals möchte geschehen seyn was EccsrduS (n) von Walto-ne, deSClosters Oecano erzehlet, nämlich dsß er dteimHtnterhalt verbor-geneUngarer überrumpelt,und ihnen mitSptessen,Sensen,Aexten,nachverdienen gezwaget.Jm Closter bliebe der einige Heribalduö ein albererMönch. Als ihn die übrigen Mönchen mit ihnen zufliehen vermabnc-tev,weigerte er sich,darum daß man ihm kein Leder zuSchuhen gegebenhabe,als man ihn bey derHand ergriffen,und zur Flucht nöthigen wol-te,schwur er,nicht zu geben, man habe ihm bann vorhin das Leder gege-ben.Als das Volck,das Geschrey deren daher rauschenden Ungaren hö-rende,in grossem Schrecken darvon geflohen,ftmtztrte er sorglos hin undher.Dte Mönchen hatten vormals ihr Gelächter mit ihm. Die Bar-baren thaten nun ein gleiches, etliche wotten ihn tod haben, aber dieFührer liessen solches nicht zu. Die Mönchen hinterliessen im Closterzwey volle Weinfässer. Ars ein Ungarer,den Keller mit einer Axt auf-brechen wolle,sagte Heribaldus zu ihm,lieber lasse es bleiben,dann washätten wir nach euerem Abzug zutrincken?Der Ungarer gieng lachendedarvon, und wurde der Wein errettet. Wann die Ungarer nach Ge-wohnheit,sich ins Graß setzten, Mahlzeit zuhalten,-creiteteHeribalduS

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<ti) l--mg.ss.47s. (i) M ss. 47 f. (!) 6o1ilLÜ.älemLn.r:i4r.

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