Band 
Erster Theil
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Viertes Buch.

499

Leyen sollen über die vom Chrlsten.Vo!ckaufden Altar gelegte Gaben, N. C. G.reinen Gewalt haben. §. 9 . Die wegen der Zehendm entstehende »48Streitigkeiten, sollen nicht vordem weltlichen Richter, sondern durchdie Synodos entscheiden werden. Alle diese Satzungen wurdendurch Martnum bekräftiget.

Eine mit Dato ä. e. ^.linker Pabst LeoniS vm. Nahmen auk- EinM.gegangene Bull (-) vermag, es habe der Constantzische Bischof Con-Aerad,zu Rom,gegen gedachten Pabst, in Gegenwart K Ottonie, dessenGemahlin Adelheid, Ulrichs Augspurgischen, Hartbert ChurischenBischofs Eccards Abt der Reichenau BurckardS Abts zu S Gallenbezeuget daß als man ihn berufen die Capell der H. Jungfrau zu S.Meinrads-Zell zu weihen,und er dort zu Mitternacht in die Ktrch ge-gangen, sein Gebcittzuverrichten, habe er und andere Brüder (in Ge-genwart Bischof Ulrichs) gehört,daß diejenigen Gesanger so man beyWethung einerKirch zufingen pflegt,durch dieEngel seht lieblich gesun-gen worden deßwegen er folgenden Donstag die Kirch zwar geweidet,doch die Capell nicht weihen wollen. Als man ihn hierzu nöthigen wol-te habe er dreymahl diese Stimme gehöret: klarer «llä. äivinirus con-lecrara eü (a),rhu es nicht: Gorr hüt ste schon geweihet Im Buch«Ze iecreris iecrerorum, deflen Urheber dieser Bischof Conrad seyn soll,wird die Sach mit folgenden Umständen erzehlet. Am xi v. TagHerbflmonat, als dem TagderCreutz Erfinduna,habe der Herr Chri-stus selbst, in Begleit etlicher Engten, die Capell geweihet, seyet» ei-nem Viol färben Meßkleid vom Himmel kommen, und vor den Altardieser Capell gestanden, das H. Amt zuverrichten. Es seyen zugegengewesen die 1 v. Evangelisten,welche dem Herren (wie bey solchem An-laß üblich) die Jnful auf-und abgefetzt. Die heiligen Engel (gleich de-nen blätter. vollen Bäumen rauschende) haben das Rauchfaß gehalten.

Pabst Gregorius ftye dem Herren Christo an der Selten gestanden,denWethwadeltragende. D. Peter habe sich,mit dem Bischof-Stab anein Altar, Eck gestellet. Vor dem Herren Christo seyen gestanden, S.Ambrosius und S.Augusttnus,die ihme zu dem Amt zuaedtenet. DieH.Jungfrau seye aufdem Altar gestanden,gleich dem Blitz leuchtende.S.Mtchael habe die Kirchweih-Gesänger vor die übrigen Engel nach-gesungen. S. Steffan habe die Epistel, S.Laurentz das Evangeliumgelesen. Die übrigen (Märtyrer) haben das Amt, gleich als mit einerOrgle» vollendet. Die Widergedächtuuß dieser Capellweihe, wird

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