Band 
Erster Theil
JPEG-Download
 

5 i 4 _ HelvmscheL Kirchen-Geschichtm _

„ Kr chtt von Lang selbst (q) ein unloblrcher und unaorrstliger Pabst ge-^ SSL nennet wird) beschelckt/soll es dieser zu so grossem Verdruß aufgenomen' haben/daß er wider den gethanen EydvomKayser ab, undzu Bercnga-ssz. rto gefallen.Aber als der Kayser wieder nach Rom komen,in HoffnungEntsetzt den Pabst zu verbesseren (k), ist Johannes,nachdem er dieKirchen aus-PE-^^geplünderel (s)entwichen.Otto besatMetezuRom ein Concilium,(wievannrm. Kund viel andere Lobl.Kayser gethan,wan sie sich zu Rom (r)

aufgehalten) das Römische Kirchwesen in besseren Stand zusetzen.DieRömische Clerisey (welche auf die Haltung dieses Concilii getrungen)klagte (u), Johannes seye ein Blutschänder,Kirchen-Räuber, habe aufdes Teufels Gesundheit getrunÄen, über dem Sptlen des Jupiters, derVenus und des Teufels Hüls angerüfft,und seye ein wegen Lästerendurch die gantze Welt (x)verschreyte Mißgeburt (7). Ais das Conci-lium ihn bescheiden sich zuverantworten,dräuete er thuen den Bann, sosie einen anderen Palm erwehlen werden; woraufdaSConcilium geant-wortet,er habe so wenig Gewalt sie zuverbannen,als der VerrätherJu-das; und als er auf nachmalige citÄnon ausgeblieben, wurde vom Con-Erwebiet eilio mit einhelliger Stimm,Leo vm zum Gabst erwehret,welcher denLeonem. Gewalt einen Römischen Bifchoff zu erwehlen, (wie Pabst Adrian l.

Carolo N.) dem Kayser bestättiget (2). Auch habe ihmeLeo (welchesWird ge. nach etlicher Bericht von Johanne (s): andere sagen von beyden ge-krönt. schehen) die Kayserliche Cron aufgesetzt. Nach Arnolfi Zeiten liessensich etliche Italiänische Fürsten,Kayser tittultren, tndteso.Jahr langkam kein teutscher Fürst nach Rom, deßwegen denen mittlerzeit inTeutschland regierenden Kayferen Conrad und Heinrich,von denJta-ltäneren dieserTittel nicht gegeben wtrd.Darvon droben ^ 920.

964. Nachdem der Kayser von Rom gescheidenchat Johannes durch sei-

Des Kay-ne raQion Pabst Leonem vertrieben, würd aber bald im Ehebruch er-ftrs dritte mordet,und von seinem Anhang Benedictus v. erwehret. DeßwegenOtto den Römeren die dritte Villre gegeben,mußte sie aber durch Hun-ger zur Mergab nöthigen, besamlete abermal ein Concilium, in wel-chem Benedictus nicht nur des PabstthumS,sondern (l>) auch desPrie-

ster-

(c§) p.;69. ;7o- (r) ?uer säkuc eÜ/okrnne«^0r,o; 5 pero reKi« msillum sämonirionibu« sä Isniors conlilis reäsÄurum. c/r. sä ^n. 96z.

(5) tscinorum poenr-jue tibi coniciuz. x. 66 . (c) viä. 6 olä. Re-

ceN'. dlor. p.»7. sä I°om. i. (u) Lsron. ^nnsl.96; §. 4. tizq. (x) eju«imxiers-rem nec Lsrbsrico!,nec lbericr», nec Inäicoz inrolsz Irrere, lb Z 16. (/) IVloo»ürum nulla virrure reäemcum ä viril«. §. »7. (r) 6oläsü. Receüi Z4. sääel^ors;lomo cic. subjmiüs«. Agon. Re^n. trat.96z, (s) lä. s6r,96z.8j>Ln-Nem. tt. L. sec»9« c.6. §. 4. (b) 5 iZor>. a.n. 9S4.