Band 
Erster Theil
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5l6 Helvetischer Kirchen Geschichten

N. C. G. fer entsetzet, und Rudmannus oder RodimannuS - an seine ftatt erweh.

VS7. let; welcher wie ein S-Gallischer Mönch schreibt (m),r^ranmce prZe-e. Galler^^tyrannifch geregiert, und die S. Gallischen Mönchen allenthalbenÜm cli.an- übel verschreyt bat, ungeachtet Abt Burkard solches selbigem unterss-der. gen lassen. Aus eine Zeit, uri iupus caulas imrsvir (n), schliche erNachts gleich cinemWolf tnS S.GallischeClvAer,tn Hoffnung etwasaufzufischen,um diese Mönchen zuverunglimpfen, er könte aber nichtleis genug thun. Eccardus hörte ihn schnarchen und mcrckte bald,daßRudmannus verbanden seye. Er stellete stch freundlich gegen ihn;zeigete aber die Gegenwart dieses unbeliebigen Gasts an,dem Decano,so auch Eccardus geheißen O). Aber die jüngeren Patres ergriffen, alsfie solches wahrgenommen,die Peitschen ihn zu straffen; und der ArtzetNotkeruS sagte zu ihm: Der du dich als ein Satan gegen unS erzeigest,bist zu deinem grossen Unglück uns in die Hände gerathen! Mit die-ser Anred erschreckte er diesen Ausspeher solcher Gestalt, daß er aufdenKnien um Verzeihung gebätten. Doch wurde er aus dem Clostergelassen, ohne daß einige Hand an ihn gelegt worden.

Durch die Aber Hedwiga des Kavsers Schwester Tochter, Verwakerin derHersogin Cast-Vogtey überS. Gallen und Reichen«», welche auf Hohend-verragkü. wtel Hoff gehalten, war mit diesen beyden Partheyen Übel zufrieden;sagende, diese Closter liegen in ihrem Hertzogthum. Zudem, so seye sieKavserl.StatthalterinMd wohne nahe bey diesen Clöftereo,doch wer-den solche Händel ihro nicht geoffenbaret. Sie beschetdete aber den Bi-stboff undbeydeAebtzu fich.RudmanuS besänstigetedenBischoff,(wieEccardus berichtet)mitGabe,und sendete r.Fürspreche mit demBischofffür die HertzoginKachdcm nun der Bischoff,gegen diese Regentin sichvernehmen lassen,daß er dem Rudmanno den begangenen Frefel nach-gelassen habe, sagten die Fürsprechen,nun erfordere die Billigkeit, daßdie Hertzogin auch nichts aus der Sach mache. Aber die Regentin ant-wortete, weilen das Closter S.Gallen vom Kayser befteyet und unterihrerBottmäffigkeit seye, seye fie schuldig selbiges zu beschirmet^p).EinLey der den anderen mit Gewalt anfalle, werde von ihrem Herren ge-strafft; vielmehr werde fie straffen müssen, wann ein ungerechter Abt,nächtlicher Weil einen vom Kayser gefreyeten Abt angreiffe.Ja es ha-be Rudmannus die Kays.Maj verletzet,und stehe fie an,ob fie nicht diese

Sach

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