Band 
Erster Theil
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Helvetischer KirchemGeschichterr

N. C. G.Schwager,BischoffWernber,daß solche Morgengab sie schwerlichrc>i7. drucke: förchre/ Gore möchte ihren Herren/ sre/4md ihre Bru-der deßwegen strafen/und bäte den Bischoff, daß er ihren Herren be-rede, diese Oertcr ihrem rechtmäßigen Erben wider zugeben, sie wolleihre Morgengab gern fahren lassen. Der Bifchoffantwortete,es seyenmehrthetlS neue Einwohner selbiger Enden, die eigentliche Besitzerseyen gestorben,deßwegen seye unmöglichste Güter threnEigenchumS-Herren zuzustellen. Wolle aber seinen Bruder vermögen, daß er diefteyen Aemter anstatt väterlichen Erbs ihm überlasse, alsdann wolle ersie an ein Closter verwenden; Gort um ihr aller/ auch ihres Va-ters/ und Großvaters Missethat zuversühnen ; damit Gott da-selbst gedienet, auch für die so damit beleidiget worden, Gott gebettenwerde. Dieser Abred gemäß, stellet-e dieser Bischoff, Gottes Gerichtwider die Ungerechten, feinen Bruder so beweglich vor, daß er ihm diefreyen Aemter überlassen.

ioi8. ObderKayser wider diese Bruder einen Argwohn gefastet,daß sieSchloß mit Graf Gebhard unter der Decke gelegen, oder ob solche UntreuHabivurg würcklich auSgebrochen seye, ist unbekandt, ihnen war nicht mehr heim-schoff lieh. Daherffeng Bischoff Wernher an, seine Bruder Rathbod undMernher LanZel,reich und starck zu machen,gab ihnen und ihrenKinderen,alle sek-rrbauen. nesStiffts ledig wordene Lehen, Kirchen, Dörffer,re. zu ewigen Erb-Lehen (b).Dem Rathbod gab er Geld in ihrer väterlichen Erb-Graf-schafft aufdem hohen Bühel Wülpelsperg ein vestes Schloß zubauen,welches erHabesburg nennen solte,weilen er darin als in einer sicherenHabessein Leib,Hab und Gut verwahren wolle. Dann Altenburg oderAltwindtsch,die Bürgin welchendieseGrafen gewöhnet,war nicht vest;und war sonst kein sicherer Platz in selbiger Gegend. Rathbod nun Ma-chete dicke Mauremohne sonderliches Eingebäu; weilen aber cine Ve-stung ohneBeschützer nichts taugt.wendete er viel des empfangneGeldSan die benachbaurte Edelleute, um daß selbige im Nothfall zu ihm undfeinen Brüderen setzen. Als Wernher den Bau besichtigte, über dasschlechte Eingebäu sich verwunderte, und ftagte wo das Geld alles hin-kommen seye; versprach Rathbod solches ihm zu weisen,verschaffete demBischoff unwissend, daß sich jene Edelleut an einem Morgen, um dasSchloß sich geläqeret.Der Bischoff sahe sie mit Schrecken an,vermey-nende, es seyen Kayserltche Soldaten die ihn aufheben wollen. Als ihmaber Rathbod angezeigt,dieses seyen die Freunde und Helffer, welche eraus des BischoffS Mittlen an sich gebracht habe,war er zufrieden. We-gen

(b) Tlckuä. /Vn. cit. LuiUim. lisbH. x. iz/.