Band 
Erster Theil
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N- C.G

. 54 8 Helvetischer Kirchen-Geschichten _

,,die Stifft den Nahmen zu Latein Lcciella LLronenlis, (oder kerona),,zu Teutsch,Bar-oder Bcr-Münßer,biß aufdiesen Tagbehalten.Der„barbey ligende Flecken, gleichen Nahmens, hat sich »ach und nach ge-„äufnet. Nach dieser Mevnung wäre der erste Stifter dieses Orts,Graf Ulrich zu Lentzburg derReiche,so Richenfam,Radepotonis Gra-fen zu Habspurg,Tochter zur Ehe gehabt. Aber Hieronymus Gebwei-!er,und vor ihme eine alte von Herr Stumpf (i) angezogene Lateini-sche Chronick lehren, Graf Ulrich feye zwar dieses Skiffts Guttbäter,doch feye das Stifft lang zuvor von einem Beronensifchen Grafen ge-stiftet gewesen. Lang (lc) will, dieser Gmfhabegelebt, um ä.0.720.babeauch das Stifft Lutenbach im Elsaß angerichtet, deßwegen dieConventualen dieser beyden Stiffcen, sich Bruder nennen, seyen keineBenedictiner gewesen,wie Gebweiler vermuthet,sondern haben wie diezu Zürich ,als weltliche Chorherren, unter einem Probst, unter einemLach gewöhnet. Doch gestehet Lang,diese seine Meynungberuhe aufeiner I'raäirion, und könne (ZOO. Jahr lang) biß aufdie Zeiten GrasUlrichs kein Buchstab ausgewiesen werden.GrafUlrich selbst gestehet,das Gestifft kome her von seinen Vsrelteren. Er selbst hatte damals kei-ne lebendige Söhne mehr; ordnete daß sein Enckel Amolphus, undkünftighin einer von dessen Nachkomenschafft, des Closters Cast-VogLseye,welcher das Closter bey der Freyheit, einen Probst zuerwehlen, be-schirme; die dem Stifft nothwendige Bücher und Behausungen erbal-le(an S.Michels Tag alle in Christi Nahmen körnende Arme z. Taglang speise; an seinem und seiner verstorbnen Söhnen (deren einer,Heinrich genennet Probst daselbst gewesen seyn solle) Iahrs-Tag dieChorherren und Armen erquicke. Werdeder Cast-Vogt den Ort nichtrecht beschützen, und nach gethaner Warnung sich nicht verbesseren;^ sollder Bischoff selbigen verflossen, seye aber der Bischofs dem Stifft be-schwerlich,oder saumselig so solle der Kayserl.Schtrm angerufen wer-denDem Kayser (sagte Graf Ulrich) setze ich keinen anderen Oberenoder Richter als den König aller Königen. Ferner übergab der Grafdem Stifft,ein mit Helffenbein und Gold überzogen Evangelten-undEpistelbuch,und verleidete ihm eiN unterschiedlichePfarrkirchen KayserHeinrich Vj. hat e. H92. nach habender Schuldigkeit gegen denPröbsten dieses Orts (1), damaligen Probst Ulrich il. gebohrnen Ky-burgischen Grafen,zu einem Kayserl-Capellan gemachet.Weilen diesesStifft zu Ehren dem Ertzengel Michael gestiftet worden , werden diedem Stifft zugehörige Flecken,das Chel-etgentlich Michels-Amrge-

nennet.

d) M z?- G k-I8Z.7ZZ- (!) L-NZ