Band 
Erster Theil
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Viertes Buch.

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nennet. In dieser Klrch refidiren beständig 2«. Chorherren/! 4. Ca- ^ Mplanen,ein Leuthprieftcr, ein geistlicher Schulherr. Die Collatur der 12^6Probstey und der Chorherren-Stellen, stehet bey dem Rath Lob!.

Stadt Lucern, welche auch des Sttssts Schirmherren sind. Die Col«latur aber der Caplaneyen, beyder Leuthpeiesterevcn, (deS Stiffts undFleckens) und deren incorportrten umliegenden Pfarreyen, stehet beydem Probst und Capitul. Und wie zu Lucern kein Ausländer oderBeysitz (Hindersäß) zu der RathSwürde gelangen kan, also könnenauch keine aufdiese Sttfft beförderet werden,als Edelleute, oder Bur-ger von Lucern. Der Probst ist Herr zu Münster, und mitregieren-der Landvogt im MichelS-Amt, participirt deßwegen auch der Gesel-len in der Vogtey und Malefitzes im Flecken. Dieses Stiffl wurde vonPabsts Alexandrt vn. Legat,genennet das zweyte Rom (m).

Selbiger Zeit war berühmt, RegtnbolduS, Graf zu Kyburg und 10^9.Dillingen,begab sich ins S.Gallische Closter,wnrd Abt in S. Ulrichs S- uinchClosterzu Augspurg,endlich Btschoff zu Speyr, allwo erdie grosse tnT'U" r»der Kirch Hangende vergüldete küpferne Cron machen lassen. Starb ^ '

1059, wurde sehr betrauret, und unter die Heiligen gezehlet.

Zu gleicher Zeit starb Kayser Conrad,welchem in der Regierung ge- Ein-

folget,sein Sohn Heinrich m. welcher wegen schwachen Munds, der sivkiweihe.Schwartze/ wegen löblichen Verhaltens der Fromme generitktt wor-den. Bischoff zu Costantz war EberarduS, der an statt seines brudersWarmanni; iszg. ans Bischthum komen, und das ClosterEinstdlen(i2.Jahrnachdem es verbrunnen) geweidet; in GegenwartHartmanns,Bischoffs zu Cbur.Bey diesem Anlaß sendete derReichen-auischeAbtBerno nachEtnfidlen,den Leichnam des 178.Jahre zuvorermördeten.unddiß Jahrs von Padst Benedicto ix. canonisirten erstenEinsidlers Meginradi Die Einsidlischen Mönchen schreiben, das Clo-ster Reichen«» habe ein Unglück über das andere gehabt, unwissende,

Was zuthun daß ihre Sachen in besseren Stand komen, endlich habensie sich entschlossen zuthun, das sie btskahin abgeschlagen, nämlich S.MeinradS Leib den Einsidleren widerum zuzustellen; nachdem solchesgeschehen,habe das Closter widerum geblübet.Vermeynen also diese, eSfeye der Reichenau ergangen / wie denen Philifteren, wegen gesanglichgehaltener Israelitischen Buvdslad,! Sam.s. Aber BucelinuS, wel-cher (n) die Reichenauifchen Geschichten, weitläuffig beschreibet, mel-det nicht,daß es selbigem Closter so übel ergangen,gedencket auch nicht,daß es nach der Zeit sonderlich glückhafft gewesen stye.

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