Band 
Erster Theil
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592 Helvetischer Kirchen-Geschichten _

N C. G. bey der Cratzeren nicht beykommen können,haben sie ihr Heer in zween1284. Häuffen zertheilt; einer hat aufder rechten Seiten des Bodensees, vonnochmM Bregentz,durch das Lintzgäu biß nach Costantz herab des Bischoffs von»erwirktet. Costantz, der andere das auf der Gegenteil des Sees gelegne S.Galli-sche Arktische Land, durch das Turgäu hinauf alles verwüstet. ZuWaldktrch, Gossau, Herisau und biß ans Wasser Umesche würd alle-verderbt, das Viehe auf den Alpen verbrennt, oder hinweggeführt«Hingegen durchftreissete Abt Ulrich ohnlang hernach das Turgäu bißan den Bodensee, und Widergatte, wie man ihm gethan. Als GrafDiethelm von Toqgenbnrg zu gleicher Zeit wider ihn ausgezogen,zwange er denselbtgen in der Enge bey der Cratzeren an der Gitter,daßer die vom Abt vorgelegte, dem Grafnachtheilige ärcicuiation anneh-^ ^ men müssen (k).

Ri Eccard,als der neue Hüls bedörffte, verhetzte feinen Bruder GrafUoff Öt. Burkard zu Nellenburg, daß er den Abt überfallen, undgroffr Verwü-tonem vcr- stungen angerichtet. Marggraf Berchtokd aber, brachte bey Hettzogtreiben. Welfaus Bayeren zuwegen, daß er den Constantztfchen Bischoff Ottoverjagt, und an statt dessen des gedachten Marggrafen Bruder Geb-hardum Hl. Mönchen zu Hirschau aus Vergönstigung König Her-manns,zum Bischoff gemachet (c). Damahl war zu Costantz Petrus(ä),Btschoffzu Alban,oder wie Lang (66) schreibet, Otto Bischoffzu Ostia, Pabstl. Legat in Teutschland,welcher den Fluch wider Hein-ricum ausruffen, und jedermann von selbigem abwendig machen sötte.Dieser hat den Oltonem am Tag, ehe er ihm die Bischoffsweihe gege-ben,zum Priester geweidet,und mit ihme denjenigen Bertoldum (es),welcher die Geschichten dieser Zeiten beschrieben.Der Legat gab diesemGewalt diejenigen welche den Kayftr verlassen werden, in Pabstl. Ge-meinschafft wider anzunehmen.Also daß sich nicht zuverwunderen, daßdteserMann in seinenErzehlunge so parteyisch verfahret.Man schreibtdaß Abt Wilhelm von Hirschau, unter welchem GebhsrddasclbstiaerMönch gewesen, zu dieses Beförderung geholffen. Gcbhard aberseye als ein demüthiger Herr erwehlet worden wider seinenwillen (e): und zwar ä.o IO8'. oder iO82. Aber Herthold fetztes in ä. c. 1084. und gestehet Tsthudi, daß Gebhard mit Gewalteingesetzt worden. Wie aus obigem bekandt. Obermeldter Legatkam auch in dieReichenau, würd auf sein begehren, von selbigen Mön-chen,

(b) lirllmei. 8.6»II. ilik, p.;;. (c) Nerro!^. (ä) ^lerclc. p. rrz. (66) p.(ee) äequo l-sbl,. msgnikce ssnrir. 8cripr. Lccles. i: ror. (e)vucel. 1082. tlrfii. «: lrs. Cercle, 12».