Band 
Erster Theil
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_ Viertes Buch. _Tzz

kommen O). Herr Tschudi (?) vermeynet, diese Cast-Vogteyseyede-N- C. G.nen von Zertngen damals wtderum zugestellet worden, als sich Hertzog ";8.Conrad mtt dem Kayser betragen, und seve biß zu Abgang ihres stanr-mens,in derselbigen Gewalt geblieben. Kayser Conrad begab sich inbegleit Orthlieb Bifthoffzu Basel, und anderer Herren nach Straß-burg, birite daselbst einen Reichstag, und beßMgte denr CloKer Pfe-fers (c^) und Einsidlen (r) ibre Freyheiten.

Um diese Zeit wurde zu Rom im Lateran von mehr als looo.Präla» Arnoldten ein Concilium gehalten,in welchem Arnoldus (äs krixiL)vonBres- vvnBress»seu gebürtig (§), einer in der Lombardey gelegnen Stadt, als ein Ketzer Ant n«kverurrheilt worden. Dieser studtrte eine Zeitlang in Frankreich unterAbelardo.Nachdem er widerum ln sein Vaterland komm, hat er auf der MCantzehdeu Wandel der Geistlichen,ernstlich durchgezogen. Er redeteernsthafft wider die Prälaten und den Pabst selbst.Die Mönchen (sagteer) sollen von rechtswegen weder ligende, noch andere eigenthümlicheGüter besitzen. Den Prälaten ziemen keine weltliche GertchtSzwänge.

Das Volck seye nicht schuldig den Siebten viel Reverenz zubeweisen,dann solchen die Geistliche Recht allen Pomp absprechen. Alle zeitlt-chenGüter solle» allein durch weltliche Fürsten verwaltet,und durchdieHände der Leyen beworben weeden.Den Geistlichen sotten allein die er-sten Früchte vom neuen Gereut zugehören, die Geistlichen sollen dieOpfer,so von den Christen geopferet werden,und dieZehevden allein zurNothdurfft ihres Leibs, nicht zu Muthwtllen, fleischlichen begierden,PrachhHoffart in Kleideten,unzüchtigenSchertz und zur Geilheit ver«wenden (I) Dieses alles schreibetHerrTschudi von Wort zu Wort (r):anbeyfügende: Es war vielwahrhafft und an sich selbst/ wanner sonst die tVelc härte wollen sthen und sich warnen lassen.

Doch wurde er deßwegen bey dem Pabst und Clerisey soverhaffet,daßsie ihn in obgedachtem Synodo verdammt, und von Rom getrieben.

Er begab sich dem Ansehen nach widerum in Frankreich zu seinemLehrmeister Abelardo. Aber Pabst Jnnocenttus n. wolte ihn auchdort nicht gedulden,sondern schriebe an die Ertzbtschöffe zu RbeimS,undzu Sens, undanBernardum, sie sollen verschaffen daß AbelarduS

1. Theil. Hhhh und

(o) biocrinz. 8pec l'iz.püZ. 561. (p) Niüor. L 4 ic. An, Ii;8. >»69. Lonf.ttottinZ. 8pec. p. rz/. in äivcrls sbir l-SL. ^iZ^r. genr. prZ. §> 8. («j)

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