Band 
Erster Theil
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Viertes Buch._6z-

nicht seine Lehr widerruffen wie man aussträuet (n), sondern in einer ^ ^Schutz-Schrtfft dargethan,daß man feine Wortihme verdrehet,und ereinen Abscheuhen habe ab denen Lehrsätzen, welche man ihm angedich-tet habe. Wenig Tag hernach seye er wieFreunde und Feinde bezeugen;sgiEe, selig (o) gestorben. Die eigentliche Ursach deren wider Abelar-dum erregten Verfolgungen,war der Mißgonst gegen thwwegen feinerdamals ungemeinen Gelehrte (?). Johann Launoieln gelehrter Sor-bonist berichtet, Abelardus habe sonderlich dardarch einen grossen Un-willen gegen sich verursachet,weilen er gelaugnet, daß Dtonystus Ares-pagita jemahl zuParts gewesen,da doch eben dieseMeynung innert kur-tzen Jahren,durch Sirmondum, Morinum, Labbeum,Launoium,rc.weitläuffig verfochten und dargethan worden (^), daßHilduinus Abtin S. Dionyfii Closter, der auS befehlKönigs Ludovtet umdes Dionyfii Leben beschrieben, der erste gewesen, welcher behauptet,daß Dionyfiusder Areopagit nach Pariß kommen. Obnlängst gab einanderer PaptstdesAbelardi sämtliche Schafften aus Taglicht,samtei-nerVvrred,in welcher dargethan wird,daß man mit Abelardo unbilliggehandelt. Von Bernardo sagt diese Vorrednon concluöir Bernhardtneceüario es omm'a eile reöta, huse a O. kernaräo cium m rerris agerer, Ansehen»Zjspurara, fcripra^ue iunr. Deßwegen daß Bernardlls UN-Ler die Heiligen gezehlet wird, solle man nicht gedencken, daß alles waSer geredt,geschrieben,gechan,richtig seye. FernerS erinneret obgedachteVorred: Abelardus habe sich offt geklagt, daß BernarduS und Nort-bertus gar zu grossen Gewalt fich anmessen; auch habe er in einem son-derbaren buch dargethan,daß ihm in vielenDingen unrecht geschehe (r).

Was bleibet dann übrig,als daß manArnoldum für einen falschen Leh-rer halten müsse weilen ihn Bernardus für einen solchen ausgeschryen?

Zwar wollen dieCisterzienser»Mönchen nicht gestatten,daß man sage,anBernardo seye einiger Flecken gewesen (s) Doch schreibtOtto Frifin-genfis(r), welcher zu Bernardi Zeiten gelebt, ohne Schenke: »Bern.

«bardus skye leichtgläubig gewesen, der denen, von welchen btßwetle»„scharfsinnige Männer der Irrthume» angeklagt worden, gern Glau-ben zugestellet habe. Und ist ein altes Wokt: LernKaräus non omnisviäir Bernhard habe nicht alles gesehen. Deßwegen fich nicht

zuver-

(ir) ?er^6Iuoizc. Lib. 5. LpiK. z. Lr l.snx.p. ;,6. (0) ?ctr. sc l.anz.joc. cirr. (p) vi6.pricle2ux.op. I^eo!. p. 417. (q) viä. Neiier in l.2unoj. 1e-Ke verir; » p. 76;. (r) vi6. ttorK.dlor-aä Lernt>2r6. op.l'om. 7. p. Z7. dook^

Oiüerr-meam 6e/uüitic. Z 14. (r) liorü. Introci. aäop. Lernii2r«i,p3^, isz, Afr) äereb. kriä. tib. i»c. 47,