6z F Helvetischer Kirchen-Geschichten _
m E G «krerum ryrLirniöe milltäri, 6 cc. ihr werdet sehen daß er mit beyhülf'114s. „des Adels, die Geistlichkeit unterdrücke, auch den Bischöfen nicht»schone. Hier wäre es Zeit gewesen,die Ketzereyen Arnoldt zuerzehlen,foBernhardus deren einige aufihn hätte bringen können.Doch begehr-te Bernhardus nicht,daß ihn der Bischof verjage sondern solle ihn festWärmn ? machen lassen,damit er nicht anderstwo schaden könne.Woher aber kamdieser Unwillen Bernhards? Wer hat ihn so sehr wider Arnoldum inHarnisch gebracht ? Was hat ihn vermögen, daß er selbigem dem Bi-schöfen also über die Hauben gerichtet? Bernhardus sagt, daß derPabst als er bey Bernardo gewesen, gern gesehen hätte, daß solchesgeschehe, aber es seye niemand daheim gewesen. Aber Hermannus,wieeS scheinet,ein friedlicher und liebreicher Hier, wolle auch nicht dran.ArnolduS lebte zu Zürich in völliger Freyheit, und hätte man ihn da-selbst länger geduldet,so er sich mehr aufzuhalten begehrt hätte. WaSist sich über solches zuverwunderen? Hat er doch, wie übel er bey demPabst verhaffet gewesen, bey Cardinal Guido Unterschlauf gefunden,welche« der Pabst zu dem End tn Franckreich gesendet, daß er daselbstdem Arnolds sich widersetze (l). Wegen solcher Gelindigkeit hatBernhardus dem Guido einen Verwetß gegeben, iyn vermahnende,sich mit Arnoldo nicht gemein zumachen (m). In Aenoldi Lehr hatBernardus nichts getadlet, als daß er ein Lehrjünger Abelardi seye.Neuer Das unbillige Verfahren gegen Abelardum tsl^.c. n 20. beyge-
Sturm bracht worden. Nachdeme Bernardus sich aus Päbstl. beseht Widerihn ins Feld gelassen,hat ihn Abelardus wider ihn zum Streit ausge-' forderet. Bernardus wtdrtgte sich anfänglich, doch willigte er endlichein,daß man zu Gens zusammen geteerten,da wurden Adelardo etlicheaus seinen bücheren gezogene Articul vsrgelesen.Ais Abelardus selbigeangehört, habe er nachRom appelltrhsich seiner daselbst habendenFreun-den vertröstende. Worauf Bernardus alfobald Pabst Jnnocentiumschriftlich vermahnet habe,denjenigen, welcher allberett in Gegenwarteines Päbstl. Nuntii vemrtheilet worden seye, nicht ledig zusprechen.Jnrrocenttiis antwortete, er habe Pettum, welchen er doch nie verhörthabe,allberett verurthetlt. Als nun Abelardus des Päbstl. Gemüthsverständiget worden, begab er sich in das Clumaxer Eloßer,allwo er
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