Band 
Erster Theil
JPEG-Download
 

644 Helvetischer Kmchen Geschichten

Alldieweil andere wider die Ungläubigen gestritten,sttzteM Ro-i^' dolfden Streit fort wider Schweiß. Dann als dtcst Gewalt brauch-EinsiNe'r- ten ihre March zubehalten, bedräuete sie der Kayftr, es war aber um-Glrcit tonst. Als nnn dieser Abt sahe, daß die von Schweiß weder u m ihn,wider noch um die Kayferl. Mandat geben,die Kayserl Erecution aber wegenSchwertz. Kriegs-Berfassung ins gelobte Land,nicht zuhoffen ftye,suchte er denenvon Schweiß durch andere Mittel, die annehmung der Urtheil abzu-zwingen. Als die Schweißer solches vernommen, thaten sie es ihrenBundsgenoffen von Ury und Unterwalden,st damals das Land Stanßim Zürichgäu genennet worden, zuwiffrn. Weilen nun diese, denenvon Schweiß Hüls zugesagt, der Abt aber wider so viel Feinde, nichtgenügsamen beystand gefunden, stellete erden Gewalt ein, biß aufKay-ser Conrads Widerkanist (k).

Tröster S° Leopold oder Lüthold, Wernher und Ulrich (!), Freyherren vonUrban. Langenstein undKapfenberg, wollen am Flnßlein Roht, welches beydeLobl.Herrschafften,Ber»! undLueern untermarchetwo heut zuTag da-Dörflein Roht stehet, ein Closter des Exemten Ctßerzienser-Ordensbauen.Weilen wegen Wassermangels die Mülle nach Benedictt Re-gel nicht können indes Closters bezirck eingeschlossen werden, gestatteteArnoldus Freyherr von Kapfenberg, daß sie es gesetzt wo es dißmahl ste,het,imBonnwaldander Murg,zwischen beydeDorffer Ober«und Un-ter.Tundwetl, deren Nahmen durch das neue, aus lauter gebrenntenZiegelsteinen erbaueteCloster ausae!6schet.Jst gehauen nicht zu derEhrHabsts Urbani,sondern (gleich allen Clösteren dieses Ordens) der H.Jungstau Makia.Doch weilen an dem Ortvormahl eine höltzerneCa-pell (andere sagen M ein höltzern bildst6ckletu)zuderEhr S. Urbantgestanden,wird eS nach aberglaubiger Redensart genennet bey U. L.Frauen zu S.Urban.Beyde obgedachte erste brüdere, nahmen selbst denOrden an. Der dritte starb ohne Kinder,und würd als diß Geschlechtsder letzte,mit Schild nnd Helm daselbst begraben. Das Closter wurdeä.C.r i 94 .durchDiethelm,die Kirch ^.( 1 . 1259 . durch Eberhard, Bt-schöffezu Costantz geweidet, durch die von Froburg und andere Grafen,wurde es von allen Zöllen besteyet und mit dem Kirchensatz an einemund anderem Ort begäbet. War ein freyes Reichs Closter, dißmahlunter dem Schirm der Stadt Lucern. Nachdem es erzehlter Massentransferirt worden, wurde an dem vorigen PlaßgefetzteinFrauen.Clo--er gemeldten Ordens,so hernach durch die Lngelländer verstört wor-den. Nicht

(K) Lsckuci. (k) 8lumpk.VH.zz.LEsfn.»:ryri l.eopc,1äum Lc V^rrati«-Se ttulgrjcum «uncuMor. (U) 8pzrk.tie!v.