654_ Helvetischer Kirchen-Geschichten _
N § K etwas zuveränderen, oder dem Bischoff grösseren Gewalt über die*162 Stadt zugeben, als er vormals gehabt sondern allein dem Grafen wi-derum zu ehmen,was der von Zmngen selbigem gegeben habe. DerBlschoff seye das Haupt der Stadt gewesen, doch allein auf solcheWeise, wie zu Venebtq und Genua die Hertzogen; ohne beherrschungund Vollmacht zubefeblen oder zuthun was ihn gut bedunck' e. Sinte-mal)! die Bischöffe nach ihrer Wahl mrt Eid versprechen müssen, baßAe dte Stadt bey ihren Freyheiten schütze« wollen, und haben nicht ver-änderen börsten,was der qrosse Rath oder die gesamte burgerschafft ge-schlossen. Die übrigen Gründe und Gegengründe kan man in HerrSponen Genfftschen Geschichten aufsuchen (f).
Kayser Friedrich eroberte endlich dre Stadt Mayland, Wetzte sie,liesse benPlatz auf welchem sie gestandermt einem Pflug aufretffen, und«öniae» mit Saltz besprengen, zum Zeichen, daß fle Nicht Mhr gebauet werdensolle. Damals sollen die Leiberderen Weisen (welcher i^Ltrb.Lsp.2.gedacht wird,so da ohne genügsamen Grund die H. z. Könige geaennetwerven, und deren Leiber Conßantinus ivi.bem Mayländischen Bi-schoff Eustorgio verehret haben soll,) von Mayland nachCölln geschicktworden seyn,tndeme der Kayser diese Leiber dem damaligen CöllnischenBiichoff oerebret habe. darum daß dieser Bischvss dem Kayser mit nam-hafftenTruppen widerMayland beygesprungen (b). Diese Leiber sollenin Kaufmannsballen durch Lucern und Zürich geführt worden sevn.Et-terlin schreibt Wege Lucern also.- „Sie kamen übrr denSee nachLueern„und wurden in den Winckel gelegt, der unter den Häuseren ist, das„man jetzt mit etnerMaur umfasset,und eine hübscheTafel(soll villeicht„heiffen Capell) in der Ehr der H. z. Königen gemachet, da sie find„übernacht gelegen. Ich will glauben sagte er ferner, hätte man es ge-„wußt, als manesnachwärtS vernommen, ße wären nicht von Lucern„kommen. Als diese Capell baufällig worden, wurde sie ä. e. r6c>6.samt darüber gestandenem Hauß widerum verneueret ( 0 : vor kurzenJahren hat man sie widerum abgebrochen, in der neuen Jesuiter-Kirchrme neueCapell (lc) aufgerichtet,und sie mit einer (l)Etnschrifft sezieret.
Wegen Zürich berichtet Kartenstetn(m):,.Die H. z.Königewa-„ren bey den Gräberen der H.Martyreren (im Grossen Münster) und„auch zum Frauen-Münster in Unser Frauen Capell, da noch Ablaß ist
„von
(f) I. L p. ; 6 . (z) czui llixerunr eoröem kvlrgl'r 5 uiNe Neger kerlr-rum,errLNe cerram eü. Lrron. X. O i. § 24. (k) Occo cle 8 . Llss. czji. 16. (i)L)-szr. p. (K) l.zv>Z. x« 716. <I) V^-Zaer. L 4 srcue. x-ig. 60. (m) wü.kc!.Sc keZ. ^11c.