Band 
Erster Theil
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658_ Helvetischer Kirchen-Gefchichten

N. C.G East-oder Schtrmvogkdeß Churischen Bischthurns, GrafRodolfvon»70. 'Pfullendorf. Dieses Grafen einiger Sohn Berchtold, starb auch zuRom.Weikenaber Graf Rodolfwohl betaget war.und nur ehre Toch-ter (Graf Mertt «u.vonHabspurg Gemahlin) in Leben hätte, liesseer ftch bereden,daß erdieGrafschafftPfuüendorfund die Cast-Bogteydes BischthumS Chur, samt übrigen Reichs,Lehen,dem Kayfer überge-ben. Hingegen der Kayfer den Graf von Habfpurg mit Dtetikon,Schlieren, Urdorfund anderen MannS-Lehen mit den minderen Ge-richten belehnet. Die Churifche Cast-Vogtey übergab der Kayfer sei-nem Sohn Friedrich doch daß sie dieser keinem anderen überlasse. Egt-nonem aber (welcher wohl zustteden war, daß der Kayfer das Schirm-recht der hohen Stisst, auf seine Nachkommenden bringe) und alle fol-gende Bischöffe, setzte der Kayfer in den Fürsten-Stand. entlteffe ihneLebens lang, aller Diensten am Kayserl. Hoffund des Reichs,als langder Kayfer lebe, nach Kayfer Friedrichs Tod, solle e§ dessen Sohnrl?r. Heinrich auch thun, so lang der Bischoff lebe. Werder Tod nahm demßgtno bald das Leben,und diesemVergltch seine Krafft.DasBtfchthumCour siel an Ulrich, Freyherr von Degerseld, e. n66. erwehlten

Abt zu S. Gallen, dtß Nahmens den iv.

Sttrttise Um diese Zeitbegab sich Ulrich,auch der iv. gebohrner von Heidegk,Reiche», Abt in der Reichenau, feines druders Frideoli Nachfirhr, der Reichen-auMe auischen Abtey, wegen Leibs-Schwachheit. Der Deean, Probst und

«uf einem übrige Mönchen,kövten sich der neuen Wahl nicht vergleichen,sondernReichstag erwehltenr. Aebte.Als der Kayfer sich drein fchlug,jene aber den Ver-rnlschti- glich nicht annehmen wollen,eutfetztenAMaj beyde aufeinemReichs-Kn. rag zu Speyr, und gab ihnen Diethelm Freyherren von Wetssenburg,Herren zu Krenkingen, oder Knemektngen, einm jungen damals zuSpeyr sich befindenden und zu Reichenau aufgewachsenen Mönchen.Dieser ritte selbst nach Rom und erlangte von PabstUrbano m. dieLonstrmarion und Oonlccrarion (c).Eiuen gleichen Streit verursitchteAuchein« der Tod desWt Rodolf i l . zuEinfidlen-GrafRodols vonRapperfthwetkjhx Castvogt, gab ihnen Warinum feinen bruder, S.Galltfchen Con-^' ventherren, welcher prrerer lirulum nibil ^nriliiris LUt dlonscki IN1e liLbuit fil). Nichts das einem Mönchen oder Prälaten anstehet , ansich verspüren lassen, als den Tittel. Die Mönche« widersetzten sich,und wollen einen Abt aus ihrem Mittel erwehlen. Aber diese wurdendurch den Castvogt verjagt, und beraubet, des ClosterS Güter ver-schwendetMd etliche um -oo.March Silber versetzt (e). Der Streit

kam

(c) ^lercIc.LI»si,.^vltU.x.i6-. (cl) <e) »»».