_ Viertes Buch._7^9
„hätten müsse, darum daß Christus 6. stund lang am Creutz gehangeL,
„si> müsse man auch alle Jungfrauen anbätten,weilen Christus 9. Ms-„natlangin einem Jungfräulichen Leib gelegemalle Schiff,weil er offt„in Schiffen gefahren,rc. Weilen nun die Kirchen voll Bildnuffen unddas gemeine Volck mit selbigen grossen Avergtaud getrieben, hat Clau-dius (!) alle diese Bildnuffen auch die Crucifix, aus den Kirchen abge-schaffet.Jonas hat (doch erst nach Claudii Tod) den Gebrauch der Bil-deten,wider Claudium verthädiget,aber ab derselbtgen Verehrung einAbscheuhen getragen (ic):und schreibt,omnos lLna» Lackolicee Lc Hpo-,
Kolicee Lcclestre stnceriüimos calrores, Oslliam Lc Oermaniam inco-kentes, Lcc. ab ims^inum (uperstiriolL astorarione ahhorrcre, die aller-
reinsten Anhänger der heiligen Catholischen Apostolischen Kirch (höre!diejenigen, welche vormals heilige Christen geachtet worden, werdenvon den heutigen Papisten für Ketzer ausgerufen l) in Franckreich, undTeutschland (er hätte Engelland (I) hinzusetzen können) seyen von derBilder,Verehrung (welche Jonas einenAberglauben nennet -befreyet.
Daß StrabuS wegen der Wilderes, eine gleiche Lehre geführt wiewir, sagen wir nicht. Dann er hat gutgeheißen, daß Bilder in dieKirch gesetzet werden. Thut aber Or.Hottinger dem Strabo unrecht/wann er schreibt, selbiger habe die Verehrung der Bilderen ver-worfen? Wie dörfte Lang sich vermessen, zuschreiben, daß StrabuSmir der Römischen Airch allein immoclerarum culrum, die unmästsige und zu hohe Verehrung verwerfe „mit sagen, guöä non stnr„Veo äehjcis cuItibuL Lc bonorjbus colenäse.daß MSN stk Nicht als Gö-r tzen, wie die Hkyden und. Juden, verehren solle, mit solcher Ehr, die„man Gott allein schuldig ist., (m>? Aber auch Mabillon will behaup-ten, Strabus ftye von des Nicenischen ConcMi Meynung nicht ferngewesen (n). Antwort: Wahr istcs, daß Strabus denen zweyen wi, Slrabi/derwärtigen Meynungen, so der Bilderen halben damals auf derBahn gewesen,die dritte vorziehet. Er sagt ( 0 ): ,>Es ftye eine Eitelkeit,
„so man die ftdö- cn bilder verachte,daß man ihnen aber eine unziemende„(allzngrosse) Ehr erzeige,ftye eine Thorheit. Ja es ftye ein verdamli-„cher Aberglaub/Und eine Tummigkeit, wann übel verführte Leut, dm„geistlichen Dienst,aufleibliche Ding verwenden wollen Ich verstehedurch die Verächter der Bilderen, dieMstaen Griechen,welche keine bil»der in denKirchen vertragt wollen,und den Ertzbsschoff Claudi»m.Werwaren aber diejenigen, von welchen rr sagt, daß fie den Bildeten allzu,
grosse,
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