Band 
Erster Theil
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7 Z 8 Helvetischer Kirchen-Geschichten

Abend/ „Christen, Orsrionibus (n) Lc commemorarione pallionis Zomimc»

«shl. „ücuc ip5e prsecepir,a§ebsm ümplicirer, solches einfältig erstattet,durch

„Gebärt und Erzehlung des Leidens Christi ; wie Christus gebotten.Lang ist so unverschämt, daß (nachdem er bey diesem Anlaß meinen sel.Vater gefchmahet) er diese Wort und zwarrntt also anziehendarf: „DiePäbstlicheKirch um 0. 840. habe (wie noch heutigS«Tags) eben dasjenige mit mehreren Kebätten und Ceremonien ge-->than, wasdie Apostel und ihre ersten Nachfahret mit minderen Ge-„hätten und Ceremonien gethan haben (0). Hernach schreibt St abusdie Alten berichten, daß man vormals Meß gehalten wie wir heut zuTag am Charfteytag (an welchem zu Romdas H.Abendmahl nicht ge-halten wird) ; ?rsemitH Orärione OomimcL öc sicur iplö OomllML Ns-üer prsecepir, commemorLkione pälllonis ejus Lilbibica: da Wir NÜM-lich zuerst das Gebärt des Herren, und wie es der Herr selbst befoh-len/ deffelbigen Leiden, erzehlen. Bey dieser Einfalt seye man nichtverblieben- sondern jede Kirch habe nach Gutduneken ^issL orämem,Meß-Gebrauche angenommen doch haben in derLateiutschenKtrch,diemeisten Gemeinden, dem Exempel der Römische« nachgefolget.Htemitgestehet Strabus s. daß man in der Krrch von des Herren Christi Ge-bott abgewichen, und Neuerungen eingeführt habe. b. Daß die Röm.Kirch von solchen Neuerungen nicht beftevt gewesen, c. Daß (undzwar noch zuStrabi Zeiten) nicht alle Kirchen threGebräuche nach derRömischen angerichtet. 6 Daß diejenigen, welche die Röm.Gebräucheangenommen, solches nicht allein aus Schuldigkeit und um des Gewis-sens willen gethan, sondern aus anderen Ursachen,welche von Strabserzehlet werden. Er sagt ferners: Lonllar L^uences Lccie6« Oo-

Qores, anri^uigpatrum llaruris, c^use congrua viss (unr Löäiclille. Es

ist bekandt daß die Kirchenlehrer in den folgenden Zeiten (nicht bey denSatzungen der Alten geblieben,sondern) hinzugethan, was ste dienlichftyn vedunckt. Strabus gestehet damit abermal, daß man zu seinerZeit mehr aufdas späthere,als aufdas erste Kirchen,Alter gesehen, unddas Kirchwesen nicht nach der Apostlemurrd ersten Christen Einfalt ein-gerichtet, sondern diene» eingeführte» Gebräuche in grosser Mengeangenommen, sonderlich so solche Neuerungen einen berühmten Urhe-ber gehabt, und man ihnen die Färb einer Geheimnnßreichen Bedeu-tung anstreichen können,aus weichem endlich das Gauckelsptel der heu-tigen Römischen Meß gezeuget worden. Vergl. hl. AZl.

r-Vo»

(a) sjeb-k c. rv. (o) Lot», x. r».