Band 
Erster Theil
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748_ Helvetischer Kirchen-Geschichten _

ben,so wäre es (wie der gelehrte UrsinuS (-) angemercket) eine Anzei-gung gewesen, daß dieJtMner,dieUnwiffcnheit deren disseit der Alpenwohnenden, ohnlang zuvor dem Heydentbum bekehttenVölckeren,miß-braucht. Wie schlecht solche Wahren immer gewesen,so waren sie dochvon etlichen abergläubigen Etnwohneren dieses Lands begehret, ge-sucht, ja durch die einheimischen Mönchen ins Land gebotet , bl. 512.546.58s.rc.DafelbstmitgrossenEhrbezeugungen empfangen,bl.(a),und in köstliche Särcke, oder sonst in Silber undEdelgestein ringe-fasset(l>), bl 48z. Hingegen sind auch die hieländischen Reliquien, an-derwärts,bißwcilen auch an weit entlegene Oerter begehrt und verschi-cket worden, bl. 452, 669. Die sie durch erlaubte und beliebige Mittelntchthaben tönten, Meten thuen nach mit List und Gewalt, und rau-beten sie,welches ihren vorigen Besitzeren so wehe gethan, als dem La-ban und Micha, als man ihnen die Götzen gestolen, bl 456.496Erzehiun- I.x. Unter solchen Heilrhümere» wurden hier und dort gezeiget,acn solcherzu Reichenau das BlutChristi (c), bl. 486., zu S. Urban, vom BlutReliquien, und CreutzCbristi, von den Kleideren der H- Jungfrauen Maria, vomCreutz Petrt (6). Zu Zürich, von Petro (e),von dem Brod, welchesder Herr bey Einsatzung des H. Abendmahls ausgetheilt, von demWasser und Blut so aus seiner Seiten geflossen ss),rc. Sihe auch bl.479.540. Als RodolfGrafvonPfullendorf,Cast-Vogt zu S. Gal-len.um e. n 8o. viel Geld zusammen gebracht, nach Jerusalem ge-

reiset,und sich daselbst zum H.Grab verlobt, schriebe ihm der S. Galli-sche Abt um etwas Heilthum. Darauf habe sich der Gräfin S- Abra-hams Closter verfügt,ohnfern DamaseuS, in welcher Gegend Adam er-schaffen worden feye; habe selbigen Mönchen Marck Gold verehrt,dargegen sie ihm das Heilthum der H.Patriarchen,Abrahams JsaacSund Jacobs gewiesen, und auf inständiges Anhalten, etwas darvon ab-folgen lassen, welches der Gras in einem mit seinem Pttschafft verwah-reten Mietn nach S.Gallen übersendet, vcrsicherende, wo diese Hetl-thümer hinkommen, da werde Fried, gesunder Lufft und aller Seegenseyn (§). Damit mich nicht hier zu des Lesers Verdruß zu lang aufhal-te,sage meiner Tumm,eS war keine Capell so gering,da nicht demVor-

geben

(r) Lib. cir.l'snri nonäum LÜimsk,ntur RomX,iÜL merce5. ?retium kccereLarbLril'rsnsLlpini primum,säkuc in 6äe l'kriKinnL ryroner, majore ?e!osciemi» prseäiti. (s) l.anz. p!>8- 'on. §. 19. (b) ttorrinZ. L. z: 177. ^c)^eioxsrrr; Lucel. 6onü. 1094.(6) 1 -snx. 741. b. (e) Hortinz. L. S:

114;. (k) 16 . 8pec. lix. p.;8«. (x) 4 ä 6 ik. »6 Lexigsn. i» Tom.

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