_Viertes Buch._ 787
Diensts/der Satan aus dem Abgrund gelassen/ üpoc. 20. und auf Er-den komme»/ die Menschen zuverführen, ^pvc. I2. Auch dieses ist Was vorrzugewahren,daß die Römischen Heiligen mehrWunderwerck nach dem den Wun.Tod verrichten, bey den Gröberen, durch die Reliquien, als bev ihrem derwerckmLeben, gantz dem zuwider das wir in H. Schrisst, durch die H. Apostels ^geschehen seyn stndeu.Daherals bey elnesMönchenGrab folcheWu»,^^" 'dcrwerck geschehender Prior dem Verstorbnen gebotten, daß er krafftder Gehorsame, die er ihm schuldig gewesen, aufhöre Wunderwerkthun. Nach diesem haben die Wunderwerk daselbst aufgehört (K).
xevi. Worzu dienen aber solche Wunderwerck? Was geben sie Ob diefür Gewißheit,oder Sicherheit?Dann man mehrmahl in entstandenen Mönch,-Streitigkeiten beyde Partheyen durch diß Mittel, gantz widerwärtige UWun.Sachen zudehaupten gesucht. Wie viel Wunderwerck stnd von Ber-°ine genug,nardogeschehen,die Leut zumH.Krteg anzufrtfchen?Abcr zu fast gleicher same uber-Zett,sollen andere durch Verzückungen und Gesichter darvon abgemah-zeugung
net worden seyn (i) Gregorii Anhänger thatenWunderwerckzubewei,^ Mihr-
sen, daß Heinrich l v. ein Ketzer seye: Hmwiderum hat die Kayferische 'Parthey durch Wunderwerck beweisen wollen, daß GregoriuS vn.der Antichrist seye (K.). Soll man einen bey dessen Bild oder Grab ,Wunder geschehen,deßwegen sür heilighalten; ihn oder seine Bildnuß,„,g-ameund Gebein deßwegen verehren, oder Wahlfahrten dahin thun! Caro-uriacb derlus sagt, nein. Dann nicht ein jedes Ding dardurch oder woselbst Anbot.Wunderwerck geschehen / muß verehret werden: und bcwer-tung?fet es mit Exemplen (i). Gleichfalls will Bernhardus nicht, daß mansich einbilde, einer derWunderwerckthut seye heiliger als andereMen,schen (m). Das Urtheil über die ä.c. 1147. angeführte WunderwerckBernardt, ist andersiwo zufinden (n).
XCVH. So viel und vortrefliche Zeugnuffen der Liebe, bat die VerhaltenClerisey vom Volck empfangen. Was hat hingegen die Clerisey für des geist-Sorgfalt undTreu erzeiget gegen dasVolck?Wte haben sie die genösse, Menneu Gutthaten angewendeUFreylich war bey etlichen ein ehrlicheSVor, «lanvs.haben,und eine gute Meynung,welche sie mit sieiffiger Arbeit (Sihe §.
88.),und stillem Wesen bezeuget.Burkardus l.Abt zu S.Gaüe»,wird(wie vor ihme Otmarus) gerühmt, wegen Gutthätigkeit gegen die Ar,
Cecccr meo,
(k) blrbill. 5 ec. Z. Leneä. pgrt. ».§. I ic>. tie kernsräo sliisque,
tlliüe. (i) Ictknlc. p. 14L. (Ic) ^venliri.
p. ;yo. sp.laotkln^. tl. L. r:r 78 .^ 6 c!e dt.L.z: >79-180. d§ec non 8 ckitau> kor-inoü, Lcc. (I) Lspir. Lib. z. c. 25. »orring-tt (m) Vit. Lernb. ex
z. c. 6 . (n) dteiliegger. cüüerr. 1 °om. 4.» ?- »Z 6 .