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bitten sie unterthänigest/daß durch Aufhebung solchen Verbotts/wel- 1522.'ches in H. Schrifft nicht gegründet; ja der H. Schrifft / auch demCxempel/und den Satzungen der alten Kirchen und Eoncilien/zuwiderlauffe/diese Aergernuss-n abgeschaffet werden. Solches Begehren fliesteallein auß Vegierd und Vorsatz/em ehrliches künsches Leben zuführen:nicht auß fleischlicher Brunst. Zumahl die so solches begehren/meistensdas 42 Jahr erreicht. So es ihnen um Fleischeslust und Komllchkeitzuthun were/ müßten sie der Ehe sich enthalten : dann sie also vielerHaußsorgen und Beschwerden enthebt: hergegen zu fleischlichen Wer-ken/mehrere Freyheit und bessere Gelegenheit hctten. Man werffe ih-nen vor: Sie haben sich/ehelos zuleben/verlobet: und wurden/wannsie heurahretcn / gelübdlos. Aber sie haben kein Gelübd gethan : seyeauch von keinem gefordert worden. Die Sach verhalte sich also: Alssie / um die Priesterweihe zuempfangen/für den Bischoff gestcllct wor-dcn/habc der Bischeff denjenigen/welcher das Wort für sie dargethan/gefragct: Ob diese ehrlichen Verhaltens seyen ? Ob sie gelehrt seyen? rc.Demnach solches bejahet worden/habe der Bischofs fehrncrs gefraget/ob sie auch keusch seyen ? Darauf ihr Fürsprech geantwortet:rum bumrma imbecilliras permittir! So viel menschliche Schwach-heit zulasset. Vermelden auch / daß einiche Eidgnossen / denen/welchensie ein Priesterthum anvertrauen/eine eigene Concubin zuhalten gebie-ren/aufdaß selbige nicht in Ehebruch verfalle. Auch an Hugo/Vischoff Auch vonvon Constanz liessen sie eine den 2. Heum. zu Einsidien datierte Sup, Br»plication(m) fast gleichen Jnnhals abgehen: ihne ersuchende/er wolle' ^doch ihren Feinden kein Gehör/sonder dem Raht Gamalicls Platz ge- ,ben;sintcnmahl ihr Werk/so es menschlich seye/von selbst fallen: so esaber auß Gott seye/werde aller Widerstand vergeblich seyn. Solle be-denken die Vortrcfflichkeit des Worts Gottes: die grosse Gnad/welcheGott selbigem Weltalter / durch eiferige Untersuchung / und durch dasPredigen des reinen Worts Gottes wiederfahren lasse: und das/aufVerachtung so grosser Gnad/fokgende schwehre Gericht. Seyen der Zu-versicht/Bischofs werde ermessen/daß ihne/seinePflicht/fürnemlich zuBeschirmung Göttlichen Worts weise. Sie zwahr seyen gänzlich ent-schlossen/Gottes Wort beständig fortzupredigcn. Werde / wider Ver-hoffen/der Bischoff/oder jemand ander/sich ihnen widersetzen / werde siesolches nicht befrömdcn: weil Christus ein Zeichen seye/ dem widerspro-chen werde. Diese Supplication haben unterschrieben M. BalthasarDachse l/Pfarrer zu Art in Schweiß: M. Georg Stehelein/ Pfarrer
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(m) Luioxl. Ib. ä p. m.